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Rallye Monte Carlo 1963 - Ljungfeldt und der Ford Falcon

Erstellt am 20. Januar 2011
, Leselänge 3min
Text:
Bernhard Brägger
Fotos:
Archiv 
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Im Jahr 1962 haben die jungen Skandinavier erstmals ihre Visitenkarte hinterlassen, bescheiden, fast schüchtern. Jetzt im Jahre 1963 rütteln sie an den Thronsesseln der etablierten Herren und schon purzeln die ersten, Franzosen, Engländer und Deutsche, herunter. Toivonen wird zweiter, Aaltonen dritter, Dahl achter und Andersson neunter.

Um 1963 die erste der sieben Spezialprüfungen fahren zu können, braucht es Glück bei der Startortwahl. Paris ist kein Problem, auch Stockholm nicht. Aber aus Athen erscheint niemand am Sammelort in Chambéry. Aus Lissabon ebenfalls kein Mensch zu sehen. Sie sind alle im Schnee stecken geblieben. Für die „Überlebenden“ beginnt jetzt die gemeinsame Strecke. 150 Kilometer  Vollgas über die Pässe Granier, Cucheron, Porte im Chartreuse-Gebirge, der Col de Roche und der Turini in den Seealpen und auch der Mont Ventoux wird zur Spezialprüfung erklärt. Einer zeigt wo’s lang geht. Bo Ljungfeldt mit Gunnar Häggbom, dem Ex-Beifahrer von Carlsson und jetzt als erster Vollprofi auf dem heissen Sitz. Bei einer Embouteillage vor St. Gervais sind sie hoffnungslos ins Hintertreffen geraten. Vom Zorn angetrieben, lässt jetzt Ljungfeldt den Ford Falcon (V8, 4,2 Liter, satte 250 PS) fliegen, dass die 100 extra aus den Staaten eingeflogenen Journalisten ihre Freude haben. Der Konkurrenz bleiben nur die Tränen. Auf jeder Spezialprüfung fährt er Bestzeit – aber der Rückstand lässt sich nicht aufholen. Noch einmal rettet sich Eric Carlsson mit seinem neuen Beifahrer Gunnar Palm und seinem Saab als erster ins Ziel vor Pauli Toivonen/ Anssi Jarvi auf Citroen DS 19. Rauno Aaltonen zeigt mit dem 3. Rang das Potenzial des neuen Mini Cooper S auf.

P.S. Einige Beifahrer halten Schreibblöcke mit mysteriösen Zeichen in den Händen. Notizen, les notes, nennen sie diese Hieroglyphen. Verfasst sind sie von Fahrer und Beifahrer beim Besichtigen der bereits im Vorfeld bekannten Spezialprüfungen. Sie geben Auskunft über Spitzkehren, enge und weite Kurven, über kurzer Geraden, lange Geraden, über Passagen an Felsen und Abgründen vorbei, über gefährliche Brücken, Sprunghügel…. All diese Angaben dienen nur einem Zweck - schnell und doch sicher zu fahren. Bei Tag und Nacht, bei Nebel, Regen und Schneefall. Noch wird mit diesen Notizen experimentiert – doch das "Gebetbuch“ wird innert kürzester Zeit zum wichtigsten Utensil des Beifahrers.

Quelle:
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