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Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Wie ein Wohnwagenunternehmen zum Rennstall wurde und daran zerbrach

Erstellt im Jahr 2017
, Leselänge 11min
Text:
Rainer Braun
Fotos:
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Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Hannelore Werner im March-Formel 3
Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Eifelland-Chef Günther Hennerici und Rennfahrerin Hannelore Werner 1972
Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Rolf Stommelen startet 1971 im Brabham-Ford in der Formel 2
Eifelland 01 - Der geplatzte F1-Traum - Als Vorlage für den Bau des neuen Eifelland Formel 1 dient ein March 711-Chassis
Eifelland 01 - Der geplatzte F1-Traum - Designer Luigi Colani begutachtet sein ausgefallenes Werk

Caravan-Fabrikant und Motorsport-Mäzen Günther Hennerici erfüllte sich mit einem eigenen Rennstall einen Traum. Unter seinem Firmennamen „Eifelland Wohnwagenbau“ rannten und siegten zunächst Formel 3-Rennwagen. Über die Formel 2 fand der Teamchef sogar den Weg in die Formel 1. Der eigenwillige „Eifelland 01“ feierte 1972 beim GP Südafrika WM-Premiere. Aber Fehleinschätzung, Misserfolg und schliesslich auch Geldmangel liessen das Projekt scheitern. Das bedeutete auch das Ende aller Eifelland-Aktivitäten im Motorsport.

Bild Eifelland 01 - Der geplatzte F1-Traum - Als Vorlage für den Bau des neuen Eifelland Formel 1 dient ein March 711-Chassis
Eifelland 01 - Der geplatzte F1-Traum - Als Vorlage für den Bau des neuen Eifelland Formel 1 dient ein March 711-Chassis

Günther Hennerici und sein Zwillingsbruder Heinz, zwei echte Söhne der Eifel und beide Mitglied im AC Mayen, hatten schon immer Spass an der Rennerei. Vor allem Heinz, der im Krieg einen Arm verlor, gab ungeachtet seiner körperlichen Behinderung ordentlich Vollgas am Ring. Bei Langstrecken-Prüfungen wuchtete er schwere Limousinen um den Kurs, ein auf das Lenkrad montierter Knauf liess ihn auch mit einem Arm reaktionsschnell nach links oder rechts kurbeln. Als die Sportbehörde irgendwann strengere Regeln erliess und der einarmige Heinz nicht mehr starten durfte, verschrieb er sich seinem Heimatclub AC Mayen als unersetzlicher Helfer bei den grossen Veranstaltungen am Ring. Hier fand kaum eine Startaufstellung beim 300 km Rennen oder dem Super Sprint ohne sein strenges Regiment statt.

Bild Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Eifelland Formel 3-Truppe 1970 im Nürburgring-Fahrerlager
Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Eifelland Formel 3-Truppe 1970 im Nürburgring-Fahrerlager

Bruder Günther hat sich derweil mit seinem Eifelland-Wohnwagenbau zu einem der erfolgreichsten Unternehmen der Branche hochgearbeitet und liebäugelt mit dem werbemässigen Einstieg in den Motorsport. Etwa um die gleiche Zeit bemühen sich der AC Mayen und seine sportlichen Leiter Alfred Schatz und Kurt Laux um Einführung und Akzeptanz der Formel 3-Rennwagenklasse in Deutschland. Hennerici beschliesst, als Starthelfer und Mäzen fördernd einzugreifen und ab 1970 das Feld mit einem eigenen Formel 3-Team unter der Bewerber-Lizenz „Eifelland Wohnwagenbau“ aufzuwerten.

Für die Besetzung der bis zu fünf Formel 3-Rennwagen des Typs „March 703“ mit Ford-Motor hat der Chef einige junge, talentierte Fahrer ausgesucht, darunter auch Harald Ertl, Willi Deutsch oder Wolfgang Bülow. Und die verdammt schnelle Hannelore Werner, die in der wilden Formel V-Nachwuchsklasse immer wieder mutig ihre männliche Konkurrenz niederringt. Die 28 Jahre alte Zahntechnikerin aus Hermühlheim bei Köln bedankt sich für ihre Berufung ins Eifelland F3-Team mit ordentlichen Resultaten und darf zur Belohnung auch bald ihre Formel 2-Premiere feiern. Denn parallel zur Formel 3 hat Hennerici 1970 auch ein Formel 2-Programm aufgelegt und dafür Starpilot Rolf Stommelen gewinnen können. Ihre F2-Premiere auf der Nordschleife des Nürburgrings meistert „dat Hannelor“, wie Hennerici die couragierte Rheinländerin im Bekanntenkreis gern nennt, mit einem unerwarteten zweiten Rang.

Bild Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Rolf Stommelen startet 1971 im Brabham-Ford in der Formel 2
Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Rolf Stommelen startet 1971 im Brabham-Ford in der Formel 2

Das Resultat kommt einer Sensation gleich, tags darauf berichten die Zeitungen mehr über Hannelore Werner als über Sieger Xavier Perrot. Zwar fällt das halbe Starterfeld im Verlauf des Rennens aus, aber trotzdem bleibt es das beste Resultat, das eine Frau jemals in der Formel 2 erreicht hat. Hennerici platzt fast vor Stolz. Zur Belohnung darf Hannelore noch zwei weitere F2-Starts absolvieren. Die zu diesem Zeitpunkt zweifellos schnellste Frau Deutschlands verblüfft Freund und Feind durch ihre Grundschnelligkeit, ihren Kampfgeist und die Gabe, sich innerhalb kurzer Zeit auf neue Autos einzustellen.

Das zweite Jahr des Eifelland-Teams steht ganz im Zeichen einer verstärkten Formel 2-Attacke. So starten 1971 bis zu vier Formel 2-Piloten unter Eifelland-Bewerbung, darunter wieder Rolf Stommelen (Brabham BT 36-Ford), Hannelore Werner (March 712-Ford) und der Kölner Nachwuchsmann Willi Deutsch in einem Vorjahres-March 702. Als Neuzugang ist auch Dieter Quester aus Österreich in einem March 712 mit BMW-Motor mit von der Eifelland-Partie –hinter der deutschen Bewerber-Lizenz versteckt sich allerdings nur die illegale Fortführung des von BMW offiziell eingestellten Formel 2-Projekts. „Wir haben uns ja gegen den Willen von BMW und mit Eifelland-Hilfe als Untergrund-Truppe durch die EM-Saison geschlichen“, so der listige Quester. Immerhin landet Guerilla-Kämpfer Quester hinter Ronnie Peterson und Carlos Reutemann noch auf Platz drei der EM-Schlusswertung. Kurioserweise sollte das auch das beste F2-Gesamtresultat in der leider nur kurzen Geschichte des Eifelland-Rennstalls bleiben.

Bild Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Hannelore Werner im March-Formel 3
Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Hannelore Werner im March-Formel 3

Team-Leader Stommelen hat 1971 neben den gelegentlichen Eifelland-F2-Starts noch eine viel wichtigere Aufgabe zu erledigen – er fährt erstmals in der Formel 1-WM für Surtees. Es ist die Zeit, in der deutsche Piloten in der Formel 1 keine grosse Rolle spielen und das Publikum deshalb auch reichlich frustriert ist. Beim Heim-GP am Ring ist Stommelen der einzige deutsche Starter im Feld. Sein Surtees-Ford bockt mal wieder, die Zielankunft mit Rundenrückstand wird von den Fans kaum mehr registriert. Auch Günther Hennerici findet das alles nicht lustig. Spontan beschliesst er deshalb, auch das Thema Formel 1 jetzt selbst in die Hand zu nehmen. Angesichts des erneuten Stommelen-Desasters an diesem Tag schart er wenig später im Fahrerlager ein paar befreundete Journalisten um sich und eröffnet ihnen einen kühnen Plan: „Nächstes Jahr gehe ich mit Rolf Stommelen in die Formel 1. Eigenes Auto, eigenes Team, alles unter eigener Regie.“

Bild Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Eifelland-Chef Günther Hennerici und Rennfahrerin Hannelore Werner 1972
Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Eifelland-Chef Günther Hennerici und Rennfahrerin Hannelore Werner 1972

Freudig feiert die Presse das ebenso mutige wie teure Vorhaben des Eifelland-Patrons. Jetzt also die Formel 1 mit allen Konsequenzen und seinem Lieblingspiloten Stommelen (28). Der ist genauso begeistert wie das übrige Personal. Dazu gehört neben Team-Manager Heinz Koblitschek (32) auch Ex-Ford-Mann Erwin Derichs (28), der das Projekt als Chefmechaniker begleiten soll. Hennerici hat ihn schon im Vorjahr bei Ford losgeeist und Rolf als Formel 2-Techniker zugeteilt. Bald werden Nägel mit Köpfen gemacht, der Chef kauft in England ein March 711-Chassis, aus dem nach Umbau der „Eifelland 01“ entstehen soll. Mit Ford Motorsport in Köln wird ein Deal über Cosworth-Triebwerke fixiert.

Als der Name des von Hennerici verpflichteten Designers bekannt wird, runzeln Fachleute die Stirn. Luigi Colani, 43, in einem westfälischen Schloss residierender Künstlertyp mit ausgeprägtem Talent für Publicity, ist zwar für seine futuristischen Formen bekannt, aber Rennwagen sind für ihn Neuland. Dafür gilt er auf dem Gebiet des ausgefallenen Stylings von Fernsehern, Geschirr und Möbeln als der ganz grosse Zampano. Eine futuristische, spritzfreie Kloschüssel wird gerade als seine jüngste Kreation gefeiert. Als der Meister zum Amtsantritt ein paar kernige Statements vom Stapel lässt und die aktuellen F1-Autos pauschal als „hässliche Eierkisten“ abkanzelt, sind die etablierten Konstrukteure von McLaren, Brabham, Tyrrell & Co. hellauf begeistert...

Bild Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Designer Luigi Colani
Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Designer Luigi Colani

Frohen Mutes macht sich die Kernmannschaft unter Leitung von Colani, Koblitschek und Derichs an die Arbeit. Zügig wird mit dem Umbau des bei March erworbenen Basismodells begonnen. Als Colani das Ergebnis seiner Runderneuerung in Gestalt des „Eifelland 01“ präsentiert, hat die Optik so gut wie nichts mehr mit dem Original gemeinsam. „Man kann das Auto als sehr gewöhnungsbedürftig bezeichnen“, schreibt der Korrespondent des Kölner „Express“ süffisant. Ähnlich fällt das Urteil der Fachpresse aus. So gibt es beispielsweise statt der üblichen zwei Aussenspiegel jetzt nur noch einen, der ist allerdings doppelt so gross und sitzt unübersehbar mitten auf der Frontverkleidung.

Bild Eifelland 01 - Der geplatzte F1-Traum - Designer Luigi Colani begutachtet sein ausgefallenes Werk
Eifelland 01 - Der geplatzte F1-Traum - Designer Luigi Colani begutachtet sein ausgefallenes Werk

Die ersten Tests in Hockenheim fallen ernüchternd aus. Schnell ist klar, dass der Ford-Cosworth-V8-Motor zu heiss wird, weil die Kühlluft-Anströmung nicht mit der Verkleidung harmoniert. Colani weiss sofort Abhilfe, greift hurtig zur Säge, schneidet hier ein Loch und schnibbelt da ein bisschen rum. Am Ende des ernüchternden Tests wissen alle, dass es noch eine Menge Arbeit gibt. Bis zur Verladung des Autos nach Südafrika brennt das Licht in der Mayener Werkstatt Tag und Nacht.

Bild Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Rolf Stommelen, Teammanager Heinz Koblitschek und Chef-Techniker Erwin Derichs
Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Rolf Stommelen, Teammanager Heinz Koblitschek und Chef-Techniker Erwin Derichs

Erstes März-Wochenende 1972. Mit dem GP Südafrika in Kyalami startet die neue F1-WM-Saison. Die deutsche Eifelland-Mannschaft tritt zu ihrem ersten GP an. Allerdings ohne Team-Patron Hennerici - der wird gerade dringend zu Hause in Mayen gebraucht, weil ein Brand drei Hallen seines Betriebs zerstört und die Produktion lahmgelegt hat. In Abwesenheit des Chefs qualifiziert sich Stommelen mit der „aerodynamischen Revolution“ (O-Ton Colani) unter den 27 Startern für die vorletzte Reihe  Im Rennen kämpft sich der Kölner Profi mit dem störrischen Gefährt tapfer über die Distanz. Mit Platz 13 und zwei Runden Rückstand fällt die Premiere aber gar nicht mal so schlecht aus wie zunächst befürchtet.

Bild Eifelland 01 F1 - Der geplatzte F1-Traum - Eifelland-Frontpartie während der Tests 1972
Eifelland 01 F1 - Der geplatzte F1-Traum - Eifelland-Frontpartie während der Tests 1972

Der weitere Fortgang der Saison ist schnell erzählt. Mühevoll schleppt sich das „Team Eifelland Caravans“ unter fortlaufender Änderung der Optik von Rennen zu Rennen. Zwar bringt der Monaco-GP mit Rang zehn einen flüchtigen Lichtblick, aber das war’s auch schon mit den Top-10-Platzierungen. Spannungen zwischen Teamchef, Fahrer, Designer und Geldgeber bleiben nicht aus. Immer häufiger sind gegenseitige Schuldzuweisungen in der Tages- und Fachpresse nachzulesen.

Bild Eifelland 01 - Der geplatzte F1-Traum - Eifelland-Frontpartie beim GP-Debüt in Südafrika 1972
Eifelland 01 - Der geplatzte F1-Traum - Eifelland-Frontpartie beim GP-Debüt in Südafrika 1972

Als Mitte des Jahres auch noch Hennericis Wohnwagenfirma in schwere finanzielle Turbulenzen gerät und das Unternehmen zwangsweise unter neue Besitzverhältnisse gestellt wird, machen die geschäftlichen Probleme das Formel 1-Team zur Nebensache. Zumal die neue Leitung des Unternehmens von Motorsport absolut nichts wissen will. So müssen nach dem Deutschland-GP Ende Juli sämtliche Eifelland-Rennsport-Aktivitäten eingestellt werden. Die bisherigen Formel 3- und Formel 2-Fahrer des Teams übernehmen die Rennwagen teilweise privat und setzten sie unter neuen Sponsoren und Bewerbern ein. Die Bewerber-Lizenzen „Eifelland Wohnwagenbau“, „Eifelland-Caravaning“ und „Eifelland Caravans“ werden an die Sportbehörde zurückgegeben.

Bild Eifelland 01 - Der geplatzte F1-Traum - GP von Deutschland 1972 auf dem Nürburgring
Eifelland 01 - Der geplatzte F1-Traum - GP von Deutschland 1972 auf dem Nürburgring

Weil Stommelen noch Honorarforderungen hinsichtlich seiner Fahrergage hat, wird ihm kurzerhand der komplette Eifelland-Formel 1-Fuhrpark als Ausgleich übereignet. Am 13. August 1972 rollt der Eifelland am Österreichring zum letzten Mal an den Start eines F1-WM-Laufs. Stommelen ist jetzt Fahrer, Teamchef und Besitzer in Personalunion. Die desolate Abschiedsvorstellung endet nach mehreren Boxenstopps sechs Runden hinter Sieger Fittipaldi auf Platz 15. Kurz nach dem Rennen erfährt die ohnehin schon demoralisierte Eifelland-Crew, dass ihr Rennstall unter tatkräftiger Mithilfe von Bernie Ecclestone bereits an einen Privatier nach England weiterverhökert ist. Chefmechaniker Erwin Derichs will von seinem Freund Stommelen wissen, wer denn nun die noch ausstehenden Löhne der Teammitglieder bezahlt. „Als Ausgleich hat er uns eine Armbanduhr der Marke „Tissot“ angeboten.“ Die Begeisterung hält sich in engen Grenzen…

Bild Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Erwin Derichs
Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Erwin Derichs

Seinen allerletzten Auftritt erlebt der Eifelland 01 unter dem jungen John Watson bei einem offenen F1-Rennen im Phoenix-Park in Irland. Ein deftiger Abflug versetzt dem gepeinigten Auto den endgültigen Todesstoss. Der Schaden ist gewaltig, eine Reparatur nicht mehr möglich. Vier Jahre später schreibt Kollege Zufall das letzte Kapitel. Beim Kauf von Formel 3-Teilen in London entdeckt Erwin Derichs in einer Hinterhof-Garage den verrotteten Torso „seines“ Eifelland F1. Kurzerhand kauft er dem Besitzer die traurigen Reste ab und lässt alles nach Mayen in die Werkstatt seiner eigenen Firma „Derichs Rennwagenbau“ schaffen.

Schnell fassen er und seine Männer den Entschluss, das Auto originalgetreu nachzubauen, „quasi als abendliche Freizeitbeschäftigung nach dem Tagesgeschäft“. Das kleine Unternehmen baut Formel 3-Rennwagen, wartet und betreut historische Autos im Kundenauftrag. Und Chef Er-win Derichs fährt selbst höchst erfolgreich mit Touren-, GT- und Formel-Wagen Oldtimer-Rennen, wird innerhalb von 15 Jahren zweimal Weltmeister und neunmal Europameister. Liebevoll wird der Rennwagen in jahrzehntelanger Arbeit Stück für Stück aufgebaut.

Bild Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Eifelland 01 beim Oldtimer-GP 2010
Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Eifelland 01 beim Oldtimer-GP 2010

Stolz präsentiert Derichs im Sommer 2010 den Nachbau und fährt beim Oldtimer-Grand-Prix am Nürburgring persönlich ein paar Demo-Runden. 38 Jahre nach dem bitteren Ende ist der Eifelland 01 wieder da, lackiert in den traditionellen Derichs-Teamfarben blau, weiss und rot. Der restaurierte Rennwagen ist nun einer der letzten stummen Zeugen des einstigen Eifelland-F1-Abenteuers. Leider hat auch Erwin Derichs nur knapp zwei Jahre Freude an seinem zu neuem Leben erweckten Lieblings-Objekt – im Januar 2012 stirbt er überraschend im Alter von 68 Jahren an Herzversagen.

Bild Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Kurz nach der Übernahme durch Meeth Fensterbau kleben noch beide Logos auf dem Heckflügel
Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Kurz nach der Übernahme durch Meeth Fensterbau kleben noch beide Logos auf dem Heckflügel

Eine der letzten noch lebenden Zeitzeuginnen der Eifelland-Rennsport-Jahre ist Hannelore Werner-Hennerici. Sie hat den kometenhaften Aufstieg und das ebenso schnelle wie traurige Ende des Teams vom ersten bis zum letzten Tag miterlebt. Und sie hat zumindest im privaten Bereich irgendwie doch noch für ein glückliches Ende gesorgt, als sie 1979 mit ihrem Förderer Günther Hennerici vor den Traualtar getreten ist. Beide waren zuvor schon viele Jahre ein Paar. Die Familie lebte zurückgezogen im Wallfahrtsort St. Jost in der Eifel und führte dort eine kleine Gaststätte. Aus der Ehe gingen zwei Söhne und eine Tochter hervor. Nach dem Tod von Günther Hennerici im Jahr 2000 kehrte Hannelore nochmals in ihren Beruf als Zahntechnikerin zurück. Heute lebt sie im Eifeldorf Boos in der Nähe des Nürburgrings – dort, wo für sie als Rennfahrerin und für Eifelland als Rennstall alles mal seinen Anfang genommen hat.

AbspannbildDieser Beitrag stammt aus dem Titel „Hallo Fahrerlager Classic“, der als Band 4 in der „Hallo Fahrerlager“-Buchreihe von Rainer Braun erschienen ist. Bis Weihnachten läuft noch eine zeitlich eng begrenzte Sonderaktion – für nur 59,90 € erhalten Sie das Buch „Hallo Fahrerlager Classic“ (UVP 59,90 €) und den Titel „Hallo Fahrerlager 2“ (UVP 19,90 €) im Paket. Als besonderes Highlight sind beide Bücher vom Autor handsigniert. Das Sonder-Angebot endet am 24.12.2017. Weitere Infos dazu und Bestellungen gibt es auf der Website von "Hallo Fahrerlager" .

Weitere Beiträge von Rainer Braun sind im Themenkanal "Hallo Fahrerlager" zu finden.

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