Eifelland - Der geplatzte F1-Traum - Wie ein Wohnwagenunternehmen zum Rennstall wurde und daran zerbrach
Zusammenfassung
Caravan-Fabrikant und Motorsport-Mäzen Günther Hennerici erfüllte sich mit einem eigenen Rennstall einen Traum. Unter seinem Firmennamen „Eifelland Wohnwagenbau“ rannten und siegten zunächst Formel 3-Rennwagen. Über die Formel 2 fand der Teamchef sogar den Weg in die Formel 1. Der eigenwillige „Eifelland 01“ feierte 1972 beim GP Südafrika WM-Premiere. Aber Fehleinschätzung, Misserfolg und schliesslich auch Geldmangel liessen das Projekt scheitern. Das bedeutete auch das Ende aller Eifelland-Aktivitäten im Motorsport.
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Caravan-Fabrikant und Motorsport-Mäzen Günther Hennerici erfüllte sich mit einem eigenen Rennstall einen Traum. Unter seinem Firmennamen „Eifelland Wohnwagenbau“ rannten und siegten zunächst Formel 3-Rennwagen. Über die Formel 2 fand der Teamchef sogar den Weg in die Formel 1. Der eigenwillige „Eifelland 01“ feierte 1972 beim GP Südafrika WM-Premiere. Aber Fehleinschätzung, Misserfolg und schliesslich auch Geldmangel liessen das Projekt scheitern. Das bedeutete auch das Ende aller Eifelland-Aktivitäten im Motorsport. Günther Hennerici und sein Zwillingsbruder Heinz, zwei echte Söhne der Eifel und beide Mitglied im AC Mayen, hatten schon immer Spass an der Rennerei. Vor allem Heinz, der im Krieg einen Arm verlor, gab ungeachtet seiner körperlichen Behinderung ordentlich Vollgas am Ring. Bei Langstrecken-Prüfungen wuchtete er schwere Limousinen um den Kurs, ein auf das Lenkrad montierter Knauf liess ihn auch mit einem Arm reaktionsschnell nach links oder rechts kurbeln. Als die Sportbehörde irgendwann strengere Regeln erliess und der einarmige Heinz nicht mehr starten durfte, verschrieb er sich seinem Heimatclub AC Mayen als unersetzlicher Helfer bei den grossen Veranstaltungen am Ring. Hier fand kaum eine Startaufstellung beim 300 km Rennen oder dem Super Sprint ohne sein strenges Regiment statt.
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