Bild Kooperations-Partner
Angebot eines Partners

ADAC 1000-Kilometer-Rennen auf dem Nürburgring 2021 – Rennsport fast wie früher

Erstellt am 21. September 2021
, Leselänge 3min
Text:
Paul Krüger
Fotos:
Kai Gattermann 
163
Hillman Imp (1965) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Hillman Imp (1965) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Ford Escort 1300 GT (1970) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
NSU TT (1969) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
NSU TT (1969) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021

Fast 40 Jahre nach der letzten Austragung fand am 18. September 2021 wieder ein 1000-Kilometer-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings statt. Die Neuauflage richtete sich allerdings nicht an den aktuellen FIA-GT-Zirkus, sondern war offen für Klassiker von 1947 bis 1994 und liess so die Atmosphäre der historischen 1000-Kilometer-Rennen wieder aufleben.

Bild BMW 2002 (1970) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
BMW 2002 (1970) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Copyright / Fotograf: Kai Gattermann

Obwohl das Starterfeld nicht zuletzt wegen Corona-Reiserestriktionen mit 86 gemeldeten Teams kleiner ausfiel als erhofft, wurde den Zuschauern über 6:44,09 Stunden ein spannendes Rennen geboten. So lange brauchte nämlich das Sieger-Team mit den Fahrern Kersten Jodexnis, Robin Chrzanowski, Dr. Edgar Althoff und Andreas Gülden im Porsche 934/5 mit der Startnummer 42, um die namensgebende Renndistanz zurückzulegen.

Bild Porsche 934/5 (1976) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Porsche 934/5 (1976) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Copyright / Fotograf: Kai Gattermann

Dabei wechselten sie sich an der Spitze mehrmals mit den Schweizern Ivan Reggiani, Stefano Specht und Jvan Jacoma im Porsche 964 Cup Nummer 58 ab, die aber letztendlich das Nachsehen hatten gegen das siegreiche Clickversicherungs-Team, das den Grossteil des Rennens sogar auf den zweiten Gang verzichten musste.

Bild Porsche 911 Carrera RS Cup (1992) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Porsche 911 Carrera RS Cup (1992) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Copyright / Fotograf: Kai Gattermann

Der letzte Podestplatz war ähnlich umkämpft. Jürgen Rudolph, Michael Knebel und Heiko Hammel sicherten sich in einem weiteren Porsche 964 Cup (#66) mit nicht einmal zwei Sekunden Vorsprung den dritten Platz vor Joachim Kiesch, Olaf Manthey sowie Jürgen und Peter Schumann im BMW 635 CSi (#43).

Bild Porsche 911 Carrera 2 Cup (1991) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Porsche 911 Carrera 2 Cup (1991) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Copyright / Fotograf: Kai Gattermann

Die Sportwagen aus Zuffenhausen dominierten erwartungsgemäss die Meldeliste. Motorsport-Puristen und Hobby-Historiker störten sich jedoch eher am hohen Anteil jener Rennwagen, die jünger waren als die letzte Ausgabe des originalen 1000-km-Rennens, welche 1983 stattgefunden hatte. Insofern war vom erhofften "Revival" nur wenig zu spüren. Einige Alfa Romeo GTA, BMW 02 und Opel Kadett C hielten immerhin die Fahne der Siebzigerjahre-Tourenwagen hoch.

Bild Alfa Romeo 1750 GT Am (1970) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Alfa Romeo 1750 GT Am (1970) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Copyright / Fotograf: Kai Gattermann

Mit zehn Jahren Abstand ältestes Auto im Feld war ein Porsche 356 A 1600 Super, der sozusagen die richtig alten Rennwagen vertrat.

Bild Porsche 356 A 1600 Super (1957) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Porsche 356 A 1600 Super (1957) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Copyright / Fotograf: Kai Gattermann

In einem Punkt war die Veranstaltung aber doch angenehm altmodisch: in der Organisation abseits der Rennstrecke. Gäste (Zuschauer wie Teilnehmer) konnten sich frei bewegen und wurden nicht mit Passierscheinen, Durch- und Einfahrtsgenehmigungen, VIP-Tickets und Tribünenkarten bürokratisch erschlagen. Ein Besucher freute sich, dass er sich endlich wieder wie ein "willkommener Bestandteil des Wochenendes" gefühlt habe, und nicht – wie sonst oft – wie eine Störquelle.

Bild Reges treiben auf der Start-Ziel-Geraden - ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Reges treiben auf der Start-Ziel-Geraden - ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Copyright / Fotograf: Kai Gattermann

Lediglich das Sprintrennen mit (vorwiegend) offenen Rennwagen am Freitag auf der Grand-Prix-Strecke war eine Enttäuschung, da hier gerade einmal sieben Autos am Start und wenig mehr Zuschauer auf den Tribünen waren.

Bild Das Sprint-Starterfeld in der Formationsrunde - ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Das Sprint-Starterfeld in der Formationsrunde - ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Copyright / Fotograf: Kai Gattermann

Organisator Henning Meyersrenken zeigte sich dennoch zufrieden über die Neuauflage des Nürburgring-Klassikers. Nicht ganz zu Unrecht, denn in einer Zeit der Pandemie-Beschränkungen in einer Region, die gerade weit dringlichere Sorgen als historischen Motorsport hat, eine völlig neue Grossveranstaltung zu stämmen, ist auch ungeachtet der Qualität eine grosse Leistung.

Wenn es ihm dann noch gelingt, in Zukunft auch Porsche 910, Ferrari 330 P4 und Ford GT40 auf die Nordschleife zu holen, kann das 1000-km-Revival zu einem wirklich guten Anlass werden. Das Potential ist auf jeden Fall da.

Bild Ford Escort RS 1600 (1970) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Ford Escort RS 1600 (1970) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Copyright / Fotograf: Kai Gattermann

Die Planungen für das 1000-km-Rennen 2022 laufen jedenfalls schon. Es soll am 16. Und 17. September stattfinden. Dann überschneidet es sich hoffentlich nicht wieder mit dem Goodwood Revival, sodass vielleicht auch mit mehr Teilnehmern aus England gerechnet werden kann.

Am Rande des 1000-km-Rennens fand übrigens auch noch ein Treffen des Bitter Club International statt, über das gesondert berichtet wurde.

Bilder zu diesem Artikel

Bild Hillman Imp (1965) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Bild Ford Escort 1300 GT (1970) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Bild NSU TT (1969) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Bild NSU TT (1969) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Bild BMW 2000 ti (1969) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Bild BMW 2002 ti (1969) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Bild BMW 2002 ti (1969) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Bild BMW 2002 (1970) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Bild BMW 2002 (1970) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Bild BMW 2002 (1970) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Bild BMW 2002 (1970) - beim ADAC 1000-km-Rennen auf dem Nürburgring 2021
Quelle:
Logo Quelle
von klaustweddell
28.09.2021 (21:58)
Antworten
Entschuldigung für meine harsche Kritik im Anschluss:
Revival, Neuauflage....absolut lächerlich,....Was sollte das denn mit einem der legendären 1000 km Rennen zu tun haben, was für ein erbärmliches Starterfeld, fast alles stinknormale Tourenwagen ohne jegliche Ausstrahlung, ein Youngtimer Langstreckenlauf war das, nix anderes, auch nicht international, rein deutsch besetzt, das Ausland wollte bei diesem Schmarren offensichtlich nicht starten..., kein Lotus, kein Jaguar, keine Cobra, kein Ford GT 40, kein Austin Healey...alles nur Mainstream-Gedöns, neuere BMW, gähnige Massen- Porsche , ätzige Opel, peinlichste VW Golf, schlimmer gehts wirklich nicht.
Da schaut euch im Vergleich mal Spa oder Le-Mans an. Das ist um Lichtjahre besser und internationaler besetzt ....neee, dat war Murks und absolut jämmerlich, eine pure Enttäuschung für alle, die das Glück hatten, mal eines der damaligen , wirklichen 1000km Rennen live erlebt zu haben.
Favicon
von ma******
28.09.2021 (19:50)
Antworten
Wirklich superschöne Bilder! Vielen Dank dafür.
Ich wünschte, ich hätte auch dort sein können...
Neuen Kommentar schreiben
Möchten Sie einen Kommentar schreiben und mitreden?
  • Ganz einfach! Sie müssen lediglich angemeldet sein, das ist kostenlos und in 1min erledigt!
  • Sie haben bereits einen Benutzernamen für Zwischengas?
    Dann melden Sie sich an (Login).
  • Sie haben noch kein Profil bei Zwischengas? Die Registrierung ist kostenlos und geht ganz schnell.
Bild Kooperations-Partner
Bild Kooperations-Partner
Angebote unserer Partner

Empfohlene Artikel / Verweise

Bild Kooperations-Partner
Angebot eines Partners
Angebot eines Partners
Loading...
Oha! Kostenlos Texte und Fotos sehen?
Zwischengas auf allen Geräten
Einfach hier anmelden:
Neu hier?
1x kostenlos registrieren und dauerhaft Inhalte freischalten!