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Alte Schule Ep9
Bild (1/2): Riley MPH (1935) - einer der schönsten Vorkriegs-Sportwagen (© Bonhams, 2015)
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    Riley MPH und was ein besonderes Exemplar mit GM, BMW und Ford zu tun hat

    23. Januar 2016
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Bonhams 
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    Die Marke “Riley” hat bis heute einen guten Klang, obschon 1957 der letzte eigenständige Wagen die Werkhallen verliess. Den Höhepunkt aber erlebten die sportlichen Fahrzeuge aus Coventry in den Dreissigerjahren, als Rennerfolge in Le Mans, beim Grand Prix von Frankreich, in Brooklands oder an der Tourist Trophy schon fast an der Tagesordnung waren.

    Riley MPH (1935) - Freude am Fahren kann auch aus England kommen
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Der Sportlichkeit verpflichtet

    Die Gebrüder Riley, allen voran Percy, waren schon früh der Sportlichkeit, gleichzeitig aber auch der Effizienz und Zuverlässigkeit verpflichtet. Der Vierzylindermotor, den Percy für den Riley 9 entwarf, war ausserordentlich fortschrittlich, verfügte er doch schon in den Zwanzigerjahren über hemisphärische Brennräume und war auf hohe Drehzahlen ausgelegt. Die Automobil Revue beschrieb die Konstruktion im Jahr 1936 im Detail:

    “Seine beiden untenliegenden Nockenwellen arbeiten über Stoßstangen und Kipphebel auf die unter einem Winkel von 90 Grad zueinander geneigten Ventile. Der Verbrennungsraum weist eine günstige Halbkugelform auf. Um die hohen Drehzahlen zu ermöglichen, hat der Konstrukteur besondere Sorgfalt auf die Ausbildung der Einlass- und Auspuffwege verwendet, die eine unbehinderte Zirkulation der Gase gestatten sollen. Demselben Zweck dient der grosse Ventilhub, der einen speziell grossen Öffnungsquerschnitt ergibt Erwähnenswert ist auch die Ausführung der Kerzenöffnung, die gegen Ölspritzer abgeschirmt ist, ein Vorteil, der bei sportlichen Veranstaltungen und im täglichen Gebrauch gleich angenehm empfunden wird.”

    Diese zukunftsweisende Motorkonstruktion bot viel Leistungssteigerungspotential, um das sich begabte Ingenieure wie J. G. Parry-Thomas kümmerten, der den Riley ‘Brooklands” konzipierte. Seine Arbeiten wurden von Reid Railton weitergeführt und so entstanden 1929 ein Sechszylindermotor und über die nächsten Jahre schnelle Sportwagen wie der Riley Imp, der MPH und später der Sprite.

    Der Erfolg von Le Mans

    Bei den 24 Stunden von Le Mans setzten sich die Riley-Sechszylinder und Vierzylinder fast auf der ganzen Linie durch. Nur gerade Luigi Chinetti mit Beifahrer Philippe Etancelin konnte sich in seinem Alfa Romeo 2,3 Liter Achtzylinder mit Kompressor vor Jean Sébilleau und Georges Delaroche in ihrem Riley MPH mit 1,5-Liter-Reihensechszylinder halten, auf den Plätzen 3, 5, 6, 12 und 13 folgten weitere Riley Sportwagen, die damit sowohl den Teampreis als auch den Klassensieg in der 1,5-Liter-Kategorie sicherten. Eindrücklicher hätte die Leistungsschau des Modells MPH, das in der Folge , nicht ausfallen können.

    Riley MPH (1935) - Preis von Bremgarten im Jahr 1936
    © Zwischengas Archiv
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    Der Rennwagen für die Strasse

    Zwischen Oktober 1934 und September 1935 baute Riley den MPH, der rund 350 britische Pfund kostete, was sich in etwa mit dem Preis für einen BMW 319 Sport vergleichen liess, der etwa 10% günstiger zu haben war in Deutschland.

    Der MPH wies einen Radstand von 2,48 Meter auf und wurde mit drei verschiedenen Motoren ausgerüstet: 1633 cm3 für 48 PS, 1458 cm3 mit 43 PS oder 1726 cm3 und 50 PS standen zur Wahl.

    Riley MPH (1935) - Blick auf den Motor
    © Zwischengas Archiv

    Vorder- und Hinterachse waren im Stil der Zeit starr ausgeführt, wo möglich wurden leichte Baumaterialien (u.a. Electron) verwendet. Grosszügig dimensionierte Trommelbremsen verzögerten das Fahrzeug.

    Auch beim Getriebe konnten die Kunden wählen, die meisten votierten für das Wilson-Vorwählgetriebe anstelle der Crash-Box. Dabei handelte es sich um ein Vorwähl-Planetengetriebe mit automatisch wirkender Zentrifugalkupplung, die bei einer Motordrehzahl von 300 bis 500 Umdrehungen pro Minute selbsttätig eingriff und somit das Vorselektieren des richtigen Ganges vor der Kurve erlaubte. Mit dem Gangwechselpedal, das an die Stelle des herkömmlichen Kupplungspedals trat, konnte der vorgewählte Gang dann aktiviert werden.

    Riley MPH (1935) - grosses Lenkrad und funktionales Amaturenbrett
    © Zwischengas Archiv

    Sportliche Eleganz

    Wer genau die Linien der hinreissenden Karosserie des Riley MPH zeichnete, ist nicht überliefert, das Ergebnis aber überzeugt selbst kritische Naturen. Sicherlich dürften zeitgenössische Kreationen wie etwa der Alfa Romeo 6C 1750 Zagato Pate gestanden haben, aber gleichzeitig setzte Riley mit dem MPH auch einen Massstab, an dem sich andere wie etwa William Lions, als er den SS 90/100 gestaltete, messen mussten.
    Eine lange Motorhaube, gestrecke Kotflügel, eine kurze Fahrerkabine und ein knackiges, rundlich gehaltenes Heck erzeugten eine Form, die schon im Stand schnell aussah.

    Selbst an Concours überzeugt diese Karosserie, immerhin erhielt in diesem Bericht gezeigte Riley MPH einen Preis am Pebble Beach Concours d’Elégance.

    Bonhams Zoute 2019 Teil 1

    Ein Auto zum Träumen

    Der Riley MPH war trotz seines nicht überrissenen Preises ein Traumwagen, den sich nur wenige leisten konnten. Einer davon war ein Schweizer, der sich den Wagen mit roter Lackierung für die Teilnahme an Rennveranstaltungen liefern liess.

    Wie viele Sportwagen aus den Dreissigerjahren wurde auch dieser Riley MPH auch nach dem zweiten Weltkrieg wohl noch bei Rennveranstaltungen eingesetzt und irgendwann in den Vierzigerjahren muss ihn damals wohl der sechzehnjährige Robert A. Lutz, geboren in Zürich im Jahr 1932, gesehen haben. Und offensichtlich hatte er es ihm angetan, denn schliesslich kaufte sich Lutz genau dieses Auto, zu jenem Zeitpunkt genauso wie er selber noch keine oder knapp 30 Jahre alt. Und er sollte es für fünf Jahrzehnte behalten.

    Riley MPH (1935) - lange Haube, kurzes Heck
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Der Mann mit dem Benzin im Blut

    Bob Lutz ist in der Automobilwelt kein Unbekannter, im Gegenteil. Schon in jungen Jahren zog er nach Amerika und heuerte dort bei General Motors an. 1971 wechselte er nach beeindruckender Karriere zu BMW und half dort Autos wie den BMW 2002 Turbo oder die neu entstehende Dreierreihe zu verkaufen. Bereits 1974 zog er weiter zu Ford, wo unter seiner Ägide unter anderem der Ford RS 2000 und andere sportliche Modelle entstanden. Viele Jahre später, bereits bei Ford war er wieder von Deutschland nach Amerika umgezogen, stieg er bei Chrysler ein und dort half er sicherlich auch der Dodge Viper ins Verkaufsprogramm.

    Sportliche Autos gehörten nach Meinung von Lutz ins Verkaufsprogramm eines Automobilherstellers und wo er konnte, lancierte er schnelle Autos. Ob dies mit seiner frühen Liebe zum Riley MPH zu tun hatte, kann nur vermutet werden, jedenfalls bot ihm der englische Vorkriegssportwagen, inzwischen im klassischen British Racing Green bemalt, sicherlich des öfteren eine willkommene Abwechslung zum “Corporate Life” in den grossen Autokonzernen.

    Wie ein Go Kart

    Paul Simsa erhielt im Jahr 1973 die Gelegenheit, für die Zeitschrift Auto Motor und Sport den Lutz-MPH, damals mit Kennzeichen "M-YN 1300" unterwegs, zu fahren:

    “Es ist ein liebevoll gebautes Auto, bis ins Detail - so die hölzernen Fächer zur Unterbringung der kleinen Windschutzscheiben, wenn man die grosse Scheibe benutzt. Bemerkenswert ist die gute Anpassung des geschlossenen Verdecks an die Lineinführung des Wagens. Die Heckverkleidung mit Zentralschraube deckt nur Tank und Reserverad ab, Gepäckraum gibt es nicht. Aus Magnesium sind die grossen Bremstrommeln und die Bremsbacken, das Bremsmoment wird durch Längslenker aufgenommen, die über der vorderen Rahmentravers gelagert sind und wie Spurstangen aussehen, die Reibungsstossdämpfer haben Einstellmarkierungen, die Drahtspeichenräder tragen sogar originale Herstellermarken.

    Riley MPH (1935) - der typische Riley-Kühler
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    Mit 50 PS bei 5000 U/min ist der MPH für runde 145 km/h gut, doch nach dem Massstab seiner Zeit ist er kein Hochleistungssportwagen. 1000 kg wiegt er, aber schwerfällig ist er nicht und mit der direkten Lenkung - anderthalb Umdrehungen von Anschlag zu Anschlag - nach Art klassischer Sportwagen spontan beherrschbar, wenn man die nötigen Muskeln nebst Feingefühl hat. Dabei ist er durch sein Gewicht weniger sprunghaft auf der Geraden und weniger eckig in der Kurve als leichtere und härtere - noch härtere - Zeitgenossen. ...

    Riley MPH (1935) - geschaltet wird mit einem Vorwählgetriebe
    © Copyright / Fotograf: Bonhams

    III. und IV. Gang sind laufruhig, im I. und II. treten Zahnradgeräusche unvermeidlich hervor, auch das Differential ist nicht gerade leise. Doch man fährt ohnehin gern mit den kleinen Scheiben oder ohne; das Brausen des Fahrtwinds gehört zum Erlebnis der klassischen Roadster wie das unmittelbare Reagieren der Lenkung à la Go Kart. Schweizerische Zulassungsbehörden haben dem MPH einen hydraulischen Lenkungsdämpfer verordnet, im Übrigen hat sich auch der TÜV verständnisvoll gezeigt - die behördliche Ausnahmegenehmigung gesteht ein Agreement unter Gentlemen zu: «Die Fahrten sind auf ein geringstmögliches Mass zu beschränken”.

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    Einer von 16?

    Beim “Schweizer” MPH soll es sich um den letztgebauten Wagen dieser Art handeln, die tatsächlich produzierten Stückzahlen sind nicht eindeutig überliefert. Man spricht von 19 gebauten und 12 bis 15 verkauften Autos.

    Etwa ein Dutzend originale MPHs dürften noch existieren, die Zahl der Duplikate wird wohl deutlich grösser sein.

    Lutz’ MPH wurde 1935 mit Kilometer-Tacho und Liter-Tankuhr ausgeliefert, als einzigen, der überhaupt nach Kontinental-Europa verkauft wurde. Rund 50 Jahre hielt ihm der Schweiz-Amerikaner die Treue, bevor er ihn um das Jahr 2012 herum an einen Holländer weiterverkaufte.

    Am 10. März 2016 versteigerte das Auktionshaus Bonhams den Schweizer MPH für USD 880’000 (€ 793’507 oder CHF 868’732), was rund 1/3 mehr war, als man zuvor erwartet hatte.

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    ···
     
    Quelle:

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    as******:
    13.09.2016
    pemo@uitikon.ch
    as******:
    13.09.2016
    Bob Lutz ist am 12. Februar 1932 geboren und nicht 1935. Ergo: er ist jetzt 84 Jahre alt, wie ich. Wir haben den MPH erstmals 1951 bei Waeny Wabern/Bern anlässlich eines Werkstattbesuchs mir unserem Riley RMA gesehen. Ich glaube, er kostete Fr. 4'500.-, aber als 19 jährige Jünglinge hatten wir natürlich noch kein Geld.

    12/09/1916 // pemo in Uitikon
    Antwort vom Zwischengas Team (Chefredaktor)
    13.09.2016 (08:59)
    danke, das haben wir gerne korrigiert (Geburtsjahr)
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