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Opel Astra GSi 16V - neuer Name, neues Glück?

Erstellt am 28. Dezember 2015
, Leselänge 4min
Text:
Bruno von Rotz
Fotos:
Daniel Reinhard 
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GM Corporation / Opel 
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GM Corporation 
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General Motors / Opel 
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Archiv Opel / General Motors 
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Im Jahr 2016 wird der erste Opel Astra 25 Jahre alt. Er trat im Jahr 1991 die Nachfolge des Opel Kadett der Generation E an und wies wie sein Vorgänger Vorderradantrieb auf. Und es gab ihn von Anfang an auch als sportliches GSi-Modell.

Opel Astra GSi 16V (1991) - für diesen Effekt musste ETC - Electronic Traction Control - abgeschaltet werden
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Namenswechsel

Der Namenswechsel wurde im Rahmen der damals gültigen Opel-Strategie, mit “a” endende Kunstnamen als Typenbezeichnung zu verwenden, vorgenommen. Auf Kadett E folgte Astra F, der Baureihencode wurde nach gleicher Logik fortgesetzt. Auf den relativ rundlichen Kadett folgte der modernere und gradlinigere Astra, der von Anfang an mit drei oder fünf Türen, aber nur mit Schrägheck geliefert werden konnte. Doch die Kombi- sowie die Stufenheckvariante folgten mit nur wenigen Monaten Abstand.

Ab Serienstart waren auch sportliche Modelle verfügbar und leistungshungrige Kunden schielten dabei natürlich nach dem Grand Sport Injection, kurz GSi.

Bewährte Konzeption

Es waren bei der Entwicklung des neuen GSi keine technischen Experimente nötig, denn der Vorgänger bot praktisch alles, was auch die neue Astra-Variante gut machte. Wiederum optimierte man die Serienkarosserie mit aerodynamischen Anbauteilen und wiederum kam man auf den sehr guten cw-Wert von 0.30.

Opel Kadett E GSI (1989) - aerodynamischer und verbrauchsoptimierter Vorgänger des Opel Astra GSi
Copyright / Fotograf: General Motors / Opel

Auch den Zweilitermotor mit sequentieller Einspritzung und 16 durch zwei obenliegende Nockenwellen bewegte Ventile gab es schon beim Vorgänger.

Opel Astra GSi 16V (1991) - der Zweiliter mit 16 Ventilen leistete 150 PS
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Fahrwerkstechnisch konnten die Opel-Ingenieure wiederum auf den vorderen Einzelradaufhängungen mit McPherson-Federbeinen und der hinteren Verbundlenkerachse aufbauen.

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Etwas schwerer

Bezüglich der Aussenabmessungen wuchs der Opel-Fünfsitzer nur unwesentlich, im Gewicht aber wirkten sich die zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen doch recht erheblich aus. Statt 1039 wog der GSi neu nun 1229 kg.

Opel Astra (1992) - mit Seitenaufprallschutz in den Türen
Copyright / Fotograf: GM Corporation / Opel

Dies ging nicht ganz spurlos an den Fahrleistungen vorbei, die vor allem im Vortrieb nicht ganz die Werte der Vorgängers erreichten. 8.3 Sekunden nahm sich der Astra GSi beim AMS-Test für den Spurt von 0 auf 100 km/h, der Kadett E GSi hatte dieselbe Disziplin in 8,1 Sekunden geschafft. Ähnliches galt es von der Elastizität zu sagen, während die Spitzengeschwindigkeit unverändert bei 220 km/h lag. Verbrauchsmässig lag der Neue leicht vorne.

Hart, aber herzlich?

Vom Motor war AMS-Testfahrer Klaus Westrup hellauf begeistert, “ein Kraftweg von ganz besonderer Güte” nannte er es und verwies dabei auf die angenehme Tonalität, aber vor allem auf die überzeugende Laufruhe bei gleichzeitig vehementem Durchzug.

Auch dem Fahrverhalten und der dabei gezeigten Dynamik zollte Westrup Lob und er meinte, dass man schon viel zu schnell fahren müsse, um die zarten Lastwechselreaktionen zu erfahren.

Opel Astra GSi 16V (1991) - mit Dachspoiler
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Die gute Fahrdynamik müsse allerdings mit wenig Federungskomfort erkauft werden, meinte der Testfahrer und beschrieb das Federungs- und Dämpfungsverhalten als stössig und recht ungehobelt. Dies dürfte allerdings die Verkaufschancen des recht auffällig daherkommenden GSI-Modells wenig getrübt haben.

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Gut ausgestattet

Schliesslich bot der Opel Astra GSI 16V einen gehobenen Ausstattungsumfang, der nicht nur Lederlenkrad und Sportsitze, sondern auch ein serienmässiges Radiokassettengerät und ein Multifunktionsdisplay sowie Leichtmetallräder mit Reifen der Grösse 205/50 R 15 V beinhaltete.

Opel Astra GSi 16V (1991) - Radio serienmässig an Bord
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

DM 36’450 kostete der GSI in Deutschland, aber man konnte ihn mit ein paar Optionen, z.B. elektrische Fensterheber, Sitzheizung, Schiebedach, usw. - auch auf über 40’000 bringen.

Nicht ohne Konkurrenz

Dass der Astra GSi damals nicht zum absoluten Platzhirschen avancierte, lag nicht zuletzt auch daran, dass Volkswagen der Golf-Baureihe ein neues Flaggschiff kredenzt hatte, den VR6. Der hatte 2,8 Liter Hubraum, sechs Zylinder und 174 PS. Damit lief er zwar nicht deutlich schneller als der schnellste Astra, punkte Beschleunigungswerte und Durchzug holte der ähnlich schwere Golf aber mehr Lorbeeren als der Astra, der trotz Zylinder-Defizits noch nicht einmal weniger kostete. Nur im Verbrauch konnte der Opel brillieren, denn seine vier Töpfe begnügten sich mit 9,7 Liter im Testmittel, während die sechs des Golf deren 11.1 konsumierten.

Andere Konkurrenten, z.B. von Renault, Peugeot oder Fiat konnten zwar manches weniger gut als der Opel, waren dafür aber teilweise deutlich günstiger.

Fahrzeug Preis DM Leistung PS Drehmoment Nm Leergewicht kg 0-100 km/h Vmax km/h l/100 km
Opel Astra Gsi 16V 36450 150 196 1229 8.3 220 9.7
Opel Kadett GSI 16V 34840 150 196 1039 8.1 220 10.3
VW Golf VR6 37995 174 235 1213 7.6 225 11.1
VW Golf GTI 29590 115 166 1035 10.5 193  
Peugeot 205 GTI 1.9 28140 120 150 916 9 201 10.8
Mitsubishi Colt 1800 Gti-16V 29900 136 162 1096 9 199 11.3
Mazda 323 GT 28870 128 157 1077 9 197 11.5
Ford Escort RS 2000 33950 150 190 1110 8.4 208  
Fiat Tipo 2.0 16V 31700 146 173 1271 9.5 212 12.9

Quelle: Auto Motor und Sport, Jahre 1990 und 1991

Original rar

Allzu viele GSI-Astras dürften die Zeit nicht im Originalzustand überlebt haben, sie waren eine beliebte Basis für Tuningprojekte. Auch der Rost setzte vor allem den ersten Jahrgängen hart zu, aber mit der Modellpflege 1994 wurde dies etwas besser. Das Angebot an sammlungswürdigen Opel Astra GSi ist daher nicht allzu gross, die Preise halten sich noch in Grenzen.

Opel Astra GSi 16V (1991) - der schnellste Astra seiner Zeit
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard
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Weitere Informationen

  • Auto Motor und Sport Heft 21/1991, ab Seite 22: Test Opel Astra GSi
  • Auto Motor und Sport Heft 25/1991, ab Seite 42: Doppeltest Opel Astra GSi gegen Ford Escort RS 2000

Bilder zu diesem Artikel

Quelle:
von jo******
01.09.2019 (09:54)
Antworten
Hallo ab die Freunde des C20xe und dem Astra GSi16v,

viele Oldtimertreffen später treffe ich eine Frau die Repprterin bei einer deutschen Autozeitung ist. AutoClassic bringt ab 1.September einen kleinen Bericht zu meinem Opel Astra GSi16v. Wir suchen aber noch jemanden mit einem VW Golf GTi16v. Es soll einen ausführlichen Vergleich geben in einem Bericht. Wer weiß mehr? Mein Opel hat nun ein Gutachten bei Classic Data und wird immer beliebter. Es ist eine Freude mit ihm unterwegs zu sein.
Vielleicht findet sich hier ja auch noch jemand anders der solch ein Auto besitzt. Ich tausche mich gern aus.

Viele Grüße und allzeit Gute Fahrt!

Andre J.
von jo******
05.05.2018 (10:16)
Antworten
Hallo an euch alle!

Alles neu macht der Mai und damit beginnt auch die neue Saison bei vielen Old und Youngtimerfahrzeugen. Auch ich darf nun wieder 6Monate fahren.
Mein Opel Astra GSi hat in 4 Wochen seinen 25.Geburtstag und als Geschenk gab es nun endlich ein Wertgutachten und damit auch eine Yountimerversicherung mit vollem Wert. ;-)
Da freut sich das Besitzerherz und gleich kam auch zum 1.Mai die erste Ausfahrt. Er durfte über den Erzgebirgskamm zum Jeschken in der Tschechei flitzen und in den tollen Bergkurven seine Leistung ausspielen.
Bisher hat sein Erhalt sehr viel Spaß gemacht und wenn man die heutigen Autos betrachtet fühl man sich nach dem einsteigen in den GSi einfach noch wie zu Hause.
Ich hatte gehofft das sich hier noch mehr GSi Fahrer im Portal bewegen und man sich austauschen kann. Vielleicht locke ich ja noch ein paar hervor die überhaupt noch einen haben???

Also dann seit stolz auf eure Flitzer. Ein tolles Wochenende und allzeit Gute Fahrt.

A. Josiger
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