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Bild (1/6): Muntz Jet (1953) - Für die Fünfzigerjahre ein vergleichsweise schnörkelloses Design (© Darin Schnabel - Courtesy of RM Sotheby's, 2010)
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  • Muntz Jet – schnörkelloser Luxus-Sportler aus dem Jet-Age

    Erstellt am 21. April 2020
    Text:
    Daniel Koch
    Fotos:
    Courtesy of RM Sotheby's 
    (10)
    Darin Schnabel - Courtesy of RM Sotheby's 
    (7)
    Erik Fuller 
    (1)
    Courtesy Bonhams 
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    Der Ingenieur Earl William Muntz war ein gewiefter Geschäftsmann und machte nach dem Zweiten Weltkrieg sein Vermögen mit dem Verkauf von Automobilen, Autoradios und Fernsehgeräten. Ende der Vierzigerjahre ersann er mit dem "Jet" eines der ersten "Personal Luxury Cars", wie die exklusiven Kleinserien-Fahrzeuge damals genannt wurden.

    Erfolgreicher Sportwagen-Hersteller

    Für die Konstruktion beauftragte er niemand geringeren als den erfolgreichen Frank Kurtis, dessen Rennwagen bereits in den Dreissigerjahren Siege im amerikanischen Rennsport feierten.

    Kurtis 500S (1956) - als Lot 206 an der RM/Sotheby's Versteigerung in Monterey am 13. - 15. August 2015
    © Copyright / Fotograf: Erik Fuller

    Nun sollte Kurtis also ein Luxusfahrzeug bauen, bei dem nicht nur der Name das "Jet-Age" Zeitalter aufnahm, sondern auch beim Design Elemente der Düsen-Jets adaptierte. Kurtis baute auch später noch erfolgreiche Sportwagen wie den 500 Swallow Coupé , dessen Form sich am Cisitalia 202 orientierte.

    Kurtis 500 Swallow Coupé by Allied (1955) - Die Karosserie wurde dem Cisitalia 202 nachempfunden
    © Copyright / Fotograf: Courtesy Bonhams

    Der Muntz Jet war aber in einer ganz anderen Liga daheim.

    Meinung aus der Schweiz

    Die AR-Zeitung berichtete in Ausgabe Nr. 3 vom 17. Januar 1951 über den Muntz: "An der Detroiter Sportwagenschau wurden etwa 100 verschiedene Fahrzeuge gezeigt. Wohl der attraktivste unter ihnen war der Muntz-Sportwagen, dessen Karosserie einen ausgeprägten italienischen Einschlag zeigt. Im Ford-Chassis mit verstärkten Federn und Stossdämpfern wird ein Cadillac-V8-Motor mit einer Verdichtung von 10:1 und zwei Carter Doppelvergasern verwendet. Seine Spitze soll bei 220 km/h liegen. Wie unsere 'Ballon'-Aufsätze vor 25 Jahren, kann das aus Leichtmetall hergestellte und innen mit Leder überzogene Dach nach dem Lösen von vier Verschlüssen weggehoben werden und bleibt bei schönem Wetter in der Garage. Dies dürfte sich zwar bei plötzlich auftretenden Regenschauern nicht sehr erfreulich auswirken. Der Muntz wird in Handarbeit her-gestellt und kostet etwa 6000 Dollar."

    Muntz Jet (1953) - Für die Fünfzigerjahre ein vergleichsweise schnörkelloses Design
    © Copyright / Fotograf: Darin Schnabel - Courtesy of RM Sotheby's
    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     
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    Die Fachpresse testet

    Der 4.60 Meter lange Zweitürer basierte auf dem zweisitzigen Kurtis-Kraft, dessen Radstand verlängert wurde. Der 5202 ccm grosse V8-Motor von Cadillac (später wurden Lincoln-Motoren verwendet) beschleunigte den Luxus-Cruiser laut der Zeitschrift "Science and Mechanics" in rund sieben Sekunden auf hundert km/h, und als Höchstgeschwindigkeit wurden 180 km/h gemessen. Die Testfahrer von "Road and Track" war da ganz anderer Meinung, und massen für den Paradesprint eine Zeit über 12 Sekunden.

    Muntz Jet (1953) Als Luxus-Sportwagen angepriesen
    © Archiv Automobil Revue

    Die Sortierung der vier Gänge übernahm eine Hydra-Matic Schaltung, und für die Verzögerung waren hydraulische Bremsen zuständig. "Road and Track" wollte es genau wissen, und verglich den Jet mit zwei Jaguar XK120, damals das Mass der Dinge, wenn es um Sportwagen ging. Obwohl der Jet eher ein Luxus-Sportler war als ein reinrassiger Sportwagen wie der Jaguar, überraschte er die Tester mit seinen sportlichen Qualitäten.

    Auch wenn der Jet trotz Aluminium-Karosserie rund 500 Kilogramm schwerer war als der Jaguar XK120, so waren die Tester von der Beschleunigung trotzdem begeistert. Einer der Jaguar-Besitzer soll vom Fahrverhalten des Jet gar so beeindruckt gewesen zu sein, dass er gleich zwei Stück bestellte – einen für seine Frau, und einen für sich selber.

    Muntz Jet (1952) - Mit geschlossenem Verdeck
    © Copyright / Fotograf: Courtesy of RM Sotheby's

    Luxus-GT

    Heute würde man den Jet vermutlich Gran Tourismo nennen. Die Polsterung der Rücksitze wurde zwar nicht besonders gelobt, aber die Tester stellten mit Staunen fest, dass sich dort ein isoliertes Fach befand, um mit Eiswürfel Getränke zu kühlen. Reichlich ungewöhnlich für einen sportlichen GT!

    Jaguar XK 120 S.E. (1955) - ohne Spats, aber mit Speichenrädern
    © Archiv Automobil Revue

    Die Zeitschrift "Science and Mechanics" testete den "Jet" im Jahr 1952 während vier Tagen. Die Testfahrer attestierten dem Luxuswagen einen exzellenten Komfort, bei Tag und Nacht gut ablesbare Instrumente und eine exakt arbeitende Lenkung. Die Feststellung: "Das Bremspedal ist zu weit rechts positioniert, und es empfiehlt sich daher, mit dem linken Fuss zu bremsen" mutet heute zwar etwas seltsam an, war aber damals offenbar die Meinung der Tester.

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    Statement aus den Achtzigerjahren

    "Das Chassis bestand aus Vierkantrohren, die auf einen Plattenboden geschweisst waren", schrieb Emil A. Widmer aus Zug, welcher der AR-Zeitung im Jahr 1980 einen Leserbrief zukommen liess. Er besass 1953 einen Muntz, als er in den USA residierte. "Innen gab es zwei Einzelsitze mit Sitzgurten (1953!) und hinten eine etwas knappe Sitzbank. Der Wagen litt unter extremer Wärmeentwicklung im Motor und Getriebe; deshalb besass er einen Lufteinlass auf der Kühlerhaube und seitliche Entlüftungen. Das Dach war aus gefüttertem Vinyl, wie es heute oft verwendet wird, aber damals etwas 'spezielles' war.". Um auch bei ganz schlechtem Wetter trocken zu bleiben, wurden die Muntz Jet mit einen Hardtop ausgeliefert. Das Verkaufskonzept war übrigens dasselbe, welches heute Tesla verfolgt. Anstatt ein Händlernetz aufzubauen, wollte Muntz nur direkt an Kunden verkaufen, und plante dazu Verkaufslokale in New York, Houston und Los Angeles.

    Muntz Jet (1952) - Luxus-Sportler
    © Copyright / Fotograf: Courtesy of RM Sotheby's

    Wieviele Muntz Jet gebaut wurden ist nicht dokumentiert. Laut Earl Muntz sollen es 394 gewesen sein, aber das Muntz Register von Vic Munsen vermutet, dass bis 1954 weniger als 200 Jet enstanden sind. Es wird kolportiert, dass Muntz mit jedem der USD 5500 teuren Luxusspportwagen rund USD 1000 Verlust gemacht haben soll. Der damalige Kaufpreis entspräche teuerungsbereingt heute rund CHF 65'000/EUR 61'000.

    Muntz Jet (1953) Exklusive Karosserie auf selbsttragendem Chassis
    © Archiv Automobil Revue

    Aufgrund der tiefen Stückzahlen ist es äusserst selten, dass ein Jet am Markt angeboten wird. An der Amelia Island Versteigerung des Auktionshauses RM/Sothebys fand im März 2020 ein Muntz Jet einen neuen Besitzer, dem der exklusive Spass rund USD 117'000 wert war.

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    Strich 8:
    28.04.2020 (19:29)
    Earl William Muntz nahm den Namen Madman an - mit passenden Possen in der Werbung. Das Logo ist eine Karikatur von sich selbst in roten langen Unterhosen (Long Johns) und einem schwarzen Napoleon Hut.
    is******:
    28.04.2020 (15:47)
    ja genau, extrem viel DS
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