Lea Francis Lynx – schrill und ohne Erfolg
Zusammenfassung
Rund 10’000 Autos hatte Lea Francis bis 1954 gebaut, 1960 wagte man einen Neustart und präsentierte den Lea Francis Lynx auf der London Motor Show. Was als hoffnungsvolles Projekt unter enormem Zeitdruck begonnen hatte, endete in einer grossen Enttäuschung. Keine Bestellung, kritische Rückmeldungen. Trotz guter Anlagen entstanden nur drei Autos. Dieser Bericht blickt zurück in das Jahr 1960 und erzählt die Geschichte des Lea Francis Lynx, illustriert mit historischem Bildmaterial und dem Verkaufsprospekt von damals.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Entwicklung unter Zeitdruck
- Vorfreude
- Realitätsbezug
- Comic-Design?
- Keine einzige Bestellung
- Verbesserungen ohne Happy End
Geschätzte Lesedauer: 7min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Im Jahr 1954 verkaufte der Traditions-Autohersteller Lea Francis den letzten Personenwagen, um sich in der Folge komplett auf Auftragsfertigung und Militäraufträge zu konzentrieren. Diese entpuppten sich allerdings als weniger rentabel als erhofft und gegen Ende der Fünfzigerjahre liefen sie aus. Jetzt war ein Umdenken gefragt, zumal die Buchhaltung 1958 und 1959 mit einem dicken Minus abschloss. Kenneth Benfield übernahm die Führung von Lea Francis im März 1960, als er merkte, dass er der grösste Aktionär war. Der bisherige Verwaltungsrat hatte abgedankt und es war nun an Benfield, die Zukunft von Lea Francis zu gestalten. Für ihn war klar, dass man als Fahrzeughersteller Autos bauen und an der London Motorshow präsent sein musste. Also verlangte er nach einem neuen Modell und gab seinen Ingenieuren rund ein halbes Jahr, um dieses zu entwickeln, so dass es rechtzeitig im im Oktober am Autosalon von London stehen solle.
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