Scheunenfund: Glas Strandwagen "Ranch" – Nummer 2 hat überlebt
Zusammenfassung
Nach jahrelangen Recherchen ist der Zweite von insgesamt drei gebauten Glas "Ranch" in einer Scheune wieder aufgetaucht. Es handelt sich dabei um jenes Fahrzeug, das auf dem 35. Genfer Salon zu sehen war. Dieser Artikel nimmt Sie mit auf die Entdeckungsreise zum verschollen geglaubten Glas "Ranch" Nummer 2.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Premiere auf dem Turiner Salon
- Es gibt ihn noch, den Scheunenfund
- Suche nach den Fahrzeugdokumenten
Geschätzte Lesedauer: 5min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Ein Scheunenfund in einem verwunschenen Schloss in Frankreich kann nach langjährigen Recherchen die Geschichte des in drei Exemplaren gebauten Glas Isar Strandwagens „Ranch“ aufklären. Es begann am 23. Januar 1964 mit Pietro Fruas 1:10 Entwurfszeichnung eines offenen Strandwagens, die er in seine Projektliste mit der Kommissionsnummer 330 als „Jeep su Glas 700“ aufnimmt und auf der Zeichnung mit „Ranch su autotelaio Glas 700“ beschriftet (auf Deutsch: „Ranch auf der Bodengruppe des Glas 700). Den Auftrag dazu erteilte laut der Schweizer Automobil Revue ( Ausgabe vom 12. November 1964 ) der Glas- und Goggomobil-Exklusivimporteur für Italien, Fattori & Montani S.p.A. in Rom. Die Idee stammte ganz offensichtlich von dem seit Januar 1964 produzierten britischen Mini Moke und es soll analog zu diesem – laut dem britischen Autojournalisten und ehemaligen Classic & Sportscar Redakteur Giles Chapman – auch vage Gespräche gegeben haben, das leichte, tür- und fensterlose Freizeitmobil auch zur Nutzung durch Fallschirmspringertruppen umzurüsten.
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Bleibt nur noch die Frage offen, wo die № 1, also das auf dem Genfer Salon ausgestellt Fahrzeug, dass "Frua laut Chapman mit zu seinem Feriendomizil bei Monaco nahm" geblieben ist. Womöglich wartet es auch noch irgendwo auf seine Wiederentdeckung...)

Sowohl im Vorspann zu dem Artikel wird gesagt "Es handelt sich dabei um jenes Fahrzeug, das auf dem 35. Genfer Salon zu sehen war." , sowie weiter "Die erste Inspektion des unrestaurierten, aber gut erhaltenen Ranch am Abend meiner Ankunft ergab, dass es sich zweifellos um das im März 1965 […] auf dem Stand der Genfer Carrosserie Italsuisse beim 35. Genfer Salon ausgestellte Fahrzeug handelte."
Aber das wäre dann ja die verschollene №1, die es aber nicht ist, sondern es ist die №2!
Dann im Artikel selbst lautet die Aussage "Da der Turiner Salon 1964 am 31. Oktober begann, kann das dort ausgestellte, VERSCHOLLENE Fahrzeug mit keinem der beiden anderen [nämlich der hier gezeigten №2, sowie der №3 im Melle-Museum] identisch sein und trägt somit die Nummer eins von dreien."
Fazit:
№ 1 ist das (verschollene!) Auto vom Genfer Salon.
№ 2 ist das Auto das hier vorgestellt wurde.
№ 3 ist das Auto im GLAS-Museum in Melle.

#1 Das Turiner Salonfahrzeug
verschollen
#2 Das Genfer Salonfahrzeug
verschollen, aber als Scheunenfund wieder aufgetaucht
#3 Fruas Privatfahrzeug
ausgestellt im Museum Melle.
Alle Infos und Fotos zu den drei Fahrzeugen finden Sie auf meiner Website:
www.pietro-frua.de/italsuisse/1964_ranch.htm
Es verbleibt die Schatzsuche nach dem Turiner Salonfahrzeug...

Die Schatzsuche nach dem Turiner Salonfahrzeug könnte beim Importeur Fattori & Montani in Rom beginnen, der heute noch existiert:
www.fattoriautomobili.it/contatti
Ich bin für jede Mithilfe dankbar.


















































































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