GMC L’Universelle – radikaler Mittelmotor-Luxus-Van
Zusammenfassung
An der GM Motorama Show von 1955 sah man wie jedes Jahre elegante, flache und formschöne Sport- und Luxuswagen. Dazwischen aber stand ein Lieferwagen, der doch ziemlich aus der Reihe tanzte, denn mit Mittelmotor, Frontantrieb und Luxusinnenleben passte er so gar nicht zum Bild, das man sich gemeinhin von einem Nutzfahrzeug machte. Das Publikum war begeistert und fast wäre es zur Serienfertigung gekommen. Dieser Bericht schaut zurück in die Fünfzigerjahre und beschreibt die Entstehung des Traum-Vans GMC L’Universelle, illustriert durch viele Abbildungen von damals.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Motorama-Star
- Beginn auf grüner Wiese
- Fokus auf den Nutzung
- Revolutionäre Konzeption
- Kreativität über Firmengrenzen hinweg
- Mit Kunststoffkarosserie
- Kaum Serienauswirkung
Geschätzte Lesedauer: 8min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
Bis Mitte der Fünfzigerjahre hatte sich der Standardantrieb für kräftigere und grössere Personenwagen als praktisch universale Konzeption durchgesetzt, der Motor wurde also vorne montiert, der Antrieb erfolgte über die Hinterachse. Es gab zwar ein paar Frontantriebspioniere und auch die Heckmotor-Bauweise hatte ein paar Anhänger gefunden, aber niemand kam auf die Idee, einen Mittelmotor mit einem Frontantrieb zu kombinieren. Niemand? Nun, fast niemand. Denn da erschien der GMC L’Universelle. Im Januar 1955 stand in der alljährlichen Motorama-Show von General Motors im Walldorf Astoria in New York ein Luxus-Van zwischen sieben mehr oder weniger sportlichen Konzeptfahrzeugen – La Salle II Sedan, La Salle II Sports Coupe, Chevrolet Biscayne, Pontiac Strato Star, Oldsmobile 88 Delta, Buick Wildcat III, Cadillac Eldorado Brougham – ein “etwas eigenartig geformter luxuriöser Kastenwagen”. So jedenfalls beschrieb die Automobil Revue den ersten Auftritt des GMC L’Universelle “inmitten der Serienmodelle von GM, vielen Kühlschränken und anderen Kücheneinrichtungen sowie der unvermeidlichen, aber sehr hübschen weiblichen Garnitur”.
Diesen Artikel kostenlos weiterlesen?
Bilder zu diesem Artikel





































































Kommentare