Syrena 1956–1983 – Volksbewegung in Form einer Pontonkarosserie
Zusammenfassung
Rund 10'000 Automarken und -konstrukteure hat es gegeben – die meisten sind verschwunden. Eine von diesen verschwundenen Marken ist Syrena. Zwischen 1956 und 1983 wurden Fahrzeuge praktisch ausschliesslich für den Ostmarkt produziert. Immerhin verliessen über 500'000 Fahrzeuge, die durch eine moderne Pontonkarosserie überzeugten, das Werk.
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Leseprobe (Beginn des Artikels)
Mühsam kroch der (die?) Syrena in der Nähe von Krakau den Berg hinan. Wir sassen zu dritt und mit Gepäck in diesem Kleinwagen, und der stolze Besitzer tat nun etwas, das wir bislang nur bei betagten Oldtimerfahrern beobachtet hatten: Im Rhythmus des auf und abschwingenden Motorklangs wiegte er seinen Oberkörper vor und zurück, so als stünde er vor der Klagemauer. Auf diese Weise ging er eine gefühlvolle Symbiose mit dem im dritten Gang gequält grummelnden Zweitaktmotor ein. Einen Syrena bekam man im Westen kaum je zu Gesicht. Er war die «polnischste» unter den drei von der staatlichen Fabryka Samochodow Osobowych (FSO) in Warschau hergestellten Marken. Denn der Warszawa war vom russischen Pobjeda abgeleitet, und die Polski Fiat verrieten ihre Herkunft auch ohne Namen. Die auf der Posener Messe 1955 erstmals vorgestellte Syrena-Eigenentwicklung gefiel durch ihre moderne Pontonkarosserie. Diese ruhte auf einem Kastenrahmenchassis mit oberen Querblattfedern. Ein 744-cm3-Zweizylinder-Zweitaktmotor mit bescheidenen 27 PS (später auch 30 PS) trieb die Vorderräder an.













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