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Sieben Schweizer Motorsportgrössen in Romanshorn geehrt

Erstellt im Jahr 2015
, Leselänge 4min
Text:
Daniel Reinhard
Fotos:
Daniel Reinhard 
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Am vergangenen Freitagabend, 20. März 2015, kamen in der Erlebniswelt autobau Romanshorn sieben weitere Schweizer Motorsportler zu Ehren.

Auf der "Wall of Fame" werden Personen geehrt, welche ausserordentliche Verdienste für den Schweizer Motorsport geleistet haben.

Zu den alten Bekannten wie Jo Siffert, Clay Regazzoni oder Herbert Müller kamen neu Dr. Alfred Büchi, Georges Filipinetti, Engelbert Möll, Roland Salomon, Charles Ramu-Caccia, Fritz Erb und Fabio Leimer hinzu.

Die Wall of Fame in der autobau Romanshorn ist um sieben Mitglieder reicher
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Fredy Lienhard, der Initiator der Wall of Fame, begrüsste die Anwesenden und entschuldigte die Abwesenden. So waren zum Beispiel Claude Haldi sowie auch Pete Etmüller nicht mehr in der Lage, an der Einweihung teilzunehmen. Das Zwischengas-Team wünscht den beiden viel Kraft und alles Gute.

Fredy Lienhard hält die Ansprache für die Einweihung der Neumitglieder der Wall of Fame in der autobau Romanshorn
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Nach der Begrüssung stellte Adriano Cimarosti die sieben Neu-Mitglieder der Wall of Fame vor und Engelbert Möll liess es sich nicht nehmen, Fredy Lienhard im Namen aller Anwesenden seinen Dank auszusprechen.

Adriano Cimarosti in Action mit Fredy Lienhard - bei der Wall of Fame in der autobau Romanshorn
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Eine Wall of Fame in einem unbekannten Keller eines Fans wäre nicht der richtige Ort dafür. Denn wichtig ist, diese grossartigen Persönlichkeiten in Erinnerung zu behalten. Dies ist nur möglich, wenn sie auch in der Öffentlichkeit präsent sind, um auch bei der jüngeren Generation ein Begriff zu werden.

Adriano Cimarosti vor versammelter Gesellschaft an der Einweihung der Neumitglieder der Wall of Fame in der autobau Romanshorn
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Nirgends in der Schweiz wären die Geschichten und Namen dieser Schweizer Rennsportgrössen also besser aufgehoben, als in den Räumlichkeiten der autobau in Romanshorn. Mit Blick auf diverse Rennwagen, wie auch auf die grösste öffentliche Sauber-Kollektion der Welt, sind die alten und jungen Helden des Schweizer Rennsports exzellent aufgehoben.

Die neu aufgenommenen Mitglieder im Einzelnen sind:

Dr. Alfred Büchi (1879 - 1959)
Der Winterthurer ETH-Ingenieur erfand 1905 den Turbolader. Der Turbo fand vorerst hauptsächlich bei den Schiffsdieselmotoren Verwendung, erst in den 60er-Jahren fand er den Zugang zum Automobil. Dr. Alfred Büchi war von 1926 bis 1935 Direktor der Schweizerischen Lokomotiv- und Maschinenfabrik und gehörte von 1939 bis 1943 dem Nationalrat an.

Georges Filipinetti (1907 - 1973)
Der in Genf geborene Geschäftsmann Georges Filipinetti gründete 1962 die Ecurie Filipinetti, für deren Farben bis 1973 mehrere Dutzend Piloten gefahren sind. Im Vordergrund standen die Langstreckenrennen. Für das Genfer Team fuhren Persönlichkeiten wie Jo Siffert, Jo Bonnier, die Weltmeister Phil Hill und Jim Clark, vor allem aber Herbert Müller, der 1966 bei der Targa Florio für Filipinetti erfolgreich war.

Engelbert Möll (1935).
Der Sohn eines Solothurner GM-Vertreters glänzte 1961/62 auf AC-Bristol mit Bestzeiten in Serie, dann stieg er auf Abarth um und siegte mit Teddy Pilette 1963 bei den 12 Stunden auf dem Nürburgring. Kurz danach erlitt er auf der Solitude einen schweren Unfall, der sein Leben für immer veränderte. Er war der Gründer der GM Sport Trophy. Ab 1972 begann er mit dem Aufbau der heute wohl beeindruckendsten Abarth-Sammlung der Welt.

Roland Salomon (1935)
Seine Karriere begann im Modellsport in der 1,5 und 2,5 ccm Klasse, wo er Schweizer-, Europa- und Weltmeister wurde. Über Karting folgte im Jahr 1963 auf einem Citroen 2CV das Automobilsport-Debüt. Daraus resultierten dann vier Titel als Schweizer-Rennwagenmeister: 1969 auf Tecno F3, 1973/74 auf March BMW F2 und 1976 auf Modus 1600 Atlantic. 1970 kam die Coupe der Schweizer Berge dazu.

Charles Ramu-Caccia (1928)
Der Genfer Weinbauer debütierte 1959 auf Sunbeam. Zu einem Begriff wurde "Ramu" ab 1960, als er auf einer Alfa Giulietta und 1963 auf einer frisierten Giulia antrat. Ab 1964 bot er spektakuläre Einsätze auf Alfa Romeo TZ und ab 1966 auf GTA. Der Höhepunkt folgte 1971, als er mit dem in Genf gebauten Griffon-Ford 1000 Schweizer Sportwagenmeister wurde.

Fritz Erb (1944)
Der Garagist aus Hallau hält einen absoluten Rekord: Zehnmal wurde er zwischen 1991 und 2009 Schweizer Rallyemeister. Von 1980 bis 1988 waren es noch Prüfungen für Nichtlizenzierte. Während 26 Jahren kam stets die gleiche Opel-Kadett-Karosserie zum Einsatz, die auch zwei Überschläge überstand. Etwas üppiger war der Verschleiss an Motoren: total 10 Stück.

Fabio Leimer (1989)
Ab 2000 bestritt der Aargauer Kartrennen, über die Formel BMW mit dem Team Rosberg kam er 2007 mit Jenzer Motorsport in die Formel Renault 2000 und im Jahr 2008 in die Formel Master (Champion 2009). Nach der GP2-Asia-Serie folgte 2013 der Höhepunkt mit drei ersten Plätzen und dem Gesamtsieg in der GP2. 2014 Einsätze bei Langstreckenrennen mit Rebellion Racing.

Fabio Leimer, der GP2 Meister von 2013, ist das jüngste Neumitglied auf der Wall of Fame in der autobau Romanshorn
Copyright / Fotograf: Daniel Reinhard

Die Wall of Fame wurde im Jahr 2010 gegründet und umfasste damals rund 60 Persönlichkeiten aus über 100 Jahren Motorsport. In unserem Bericht aus dem Jahr 2010 haben wir davon berichtet und listen alle auf der Wall of Fame aufgeführten Personen und ihre Erfolge auf.

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