Peter Pfeiffer – Von der Stilistik zum Design
Zusammenfassung
Nach Friedrich Geiger und Bruno Sacco war Peter Pfeiffer ab 1999 der dritte Leiter der Abteilung Stilistik bei Mercedes-Benz. Er führte die Marke ins nächste Jahrtausend und passte den Stil der Autos entsprechend an: weg von der reinen Zweckmässigkeit, hin zu mehr gestalterischer Freiheit. Karl Ludvigsen hat mit ihm über die Entwicklung im Formfindungsprozess bei Mercedes-Benz und die unterschiedlichen Arbeitsweisen bei Daimler-Chrysler gesprochen.
Dieser Artikel enthält folgende Kapitel
- Vom Modellbauer zum Chefdesigner
- Deutsch-amerikanisches Arbeitsbündnis
- Ein Mercedes darf auch gut aussehen
- Weltweit auf Formensuche
Geschätzte Lesedauer: 11min
Leseprobe (Beginn des Artikels)
"Wenn ein Kunde vor einem Mercedes-Benz steht, soll er denken: Ich will dieses Auto." Das war die Philosophie von Peter Pfeiffer, der von 1999 bis 2008 das Aussehen der Daimler-Benz-Produkte verantwortete. In dieser Funktion war er der Nachfolger von Bruno Sacco, der die gleiche Position seit 1977 innegehabt hatte. Bemerkenswerterweise verlief Pfeiffers Karriere an der Spitze der Mercedes-Benz-Abteilung Stilistik in engem zeitlichen Zusammenhang mit der Existenz des fusionierten Unternehmens Daimler-Chrysler von dessen Gründung 1998 bis zu seiner Auflösung 2007. Geboren im August 1943 in Dallwitz im Sudetenland, wuchs Pfeiffer in Franken auf und lebte sein Leben nach dem preußischen Motto: "Sei mehr, als du zu sein scheinst". Am Ende des Zweiten Weltkriegs aus dem Sudetenland vertrieben, ließ sich seine Familie im fränkischen Schönbrunn bei Staffelstein nieder. Nach dem Hauptschulabschluss folgte Pfeiffer dem Beruf seines Vaters und machte eine Ausbildung zum Porzellanmodelleur bei der Firma Alboth & Kaiser in Staffelstein. Anschließend besuchte er die Fachschule für Porzellangestaltung in Selb, ebenfalls in Franken.
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