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  • Historische Eifelrundfahrt mit dem Oldtimer – eine Zeitreise durch neun Jahrzehnte

    Erstellt am 18. Mai 2020
    Text:
    Wolfram Hamann
    Fotos:
    Wolfram Hamann 
    (15)
    Archiv 
    (2)
     
    17 Fotogalerie

    "Die Rennstrecke war 33,2 km lang: am Tage des Sportwagenrennens regnete es in Strömen, dass man glauben konnte, die Welt gehe unter. …Sturm und Regen…, so schlimm und so stark, dass heruntergehende Dächer einen Passanten erschlugen und ein Radfahrer gegen einen Baum geschleudert wurde.."

    Na klar, wir sind in der für ihr Wetter berüchtigten Eifel. Allerdings ist die Beschreibung der Wettersituation "in den Eifelbergen" schon älteren Datums. Sie bezieht sich auf das Eifelrennen – damals “Eifelrundfahrt” genannt – von 1924. Und Chronist ist der berühmte Rennfahrer Rudolf Caracciola, der am zweiten Eifelrennen vom 17. bis 19. Juli 1924 teilnahm.

    Die Zeit vor dem Nürburgring

    Diese Schilderung macht neugierig. Und so entschließt sich der Berichterstatter mehr als 90 Jahre später für eine Wiederholung der Fahrt. Es wird ein Zeitreise im doppelten Sinne werden, denn auch das Gefährt soll nicht von heute sein. Die Wahl fällt auf ein VW Käfer 1303 Cabriolet von 1973. Zwar lief dieses rund 50 Jahre nach dem besagten Rennen vom Band, das ist nun aber auch schon wieder einige Jahrzehnte her. Bereits die Recherche zu diesem Beitrag über das historische Rennen rund um Nideggen in der Nordeifel gestaltet sich spannend und dank der Hilfe des rührigen Vorsitzenden eines örtlichen Heimatvereins erfahre ich viel Wissenswertes.

    Die zeitgenössischen Berichte ergeben folgendes: Der Rundkurs führte durch 7 Ortschaften: Von Nideggen über Berg, Wollersheim, Vlatten, Heimbach, Schmidt und Brück zurück nach Nideggen. Gefahren wurde auf nicht asphaltierten, holprigen Pisten, wobei es einen Höhenunterschied von 265 Metern zu bewältigen und 86 Kurven zu meistern galt.

    Die Strecke war aus heutiger Sicht kaum gesichert. Den Dorfbewohnern wurde nur geraten: "Doht die Höhner von de Stroß". Die Sportwagen fuhren damals 12 Runden und kamen so auf eine Strecke von fast  400 km. Schon damals gab es Privatfahrer (sog. "Herrenfahrer") und Werksfahrer wie Caracciola, welcher zunächst auf Aachener Fafnir -Wagen, später dann auf Mercedes startete.

    Das damalige Reglement unterschied zwischen Sport-, Touren- oder Rennwagen. Der Unterschied zwischen den Kategorien war aus heutiger Sicht allerdings marginal: Den am Vortag gestarteten Sportwagen wurden die Scheinwerfer und Kotflügel - die damals ihren Namen noch zu recht verdienten - abmontiert und sie mutierten so zu Rennwagen, die tags darauf an den Start gehen durften.

    Die Eifelrundfahrt wurde aber nur viermal ausgetragen. Es gab schwere Unfälle und der Kurs war ja auch keine permanente Rennstrecke. Letztlich war er nicht mehr zeitgemäß und 1926 war dann Schluss: der Nürburgring war fertig gestellt und der Kurs um Nideggen schon Geschichte.

    Vorfreude ist die schönste Freude

    Nun ist der Berichterstatter auch auf das Auto neugierig, wann habe ich zuletzt einen Käfer gefahren? Als der erste Golf erschien, war bei mir die Käfer-Ära beendet. Als ich zufällig in der Nähe der Remise des Oldtimervermieters in Köln-Dellbrück bin, entschließe ich mich vorab spontan zu einem Besuch. Der sehr freundliche, automobilistisch hochkompetente und motorsporterfahrene Hallenmeister gestattet mir, die in erstaunlicher Bandbreite angebotenen Mietfahrzeuge in Augenschein zu nehmen. Da ist für jede und jeden was dabei: Rolls-Royce für Hochzeiten, Amerikaner, britische oder italienische Roadster etc. Und für alle Fälle ein Abschleppwagen. Irgendwie beruhigend, das Rundumsorglospaket.

    VW Käfer 1303 startbereit
    © Copyright / Fotograf: Wolfram Hamann

    Und hinten in der Ecke steht auch "unser" Käfercabrio. "Frauen nehmen meist einen Mini oder den Käfer", verrät der Hallemneister. Nun, da sind wir ja im Trend. Und gespannt auf unsere Ausfahrt in der letzten Maiwoche…

    Als es dann endlich soweit ist, ist die Wetterprognose schlecht - die eingangs geschilderte Wetterbeschreibung kommt uns in den Sinn. Also lassen wir das Dach erst mal zu und gewöhnen uns an das Auto. Der Käfer entpuppt sich zunächst als haptische Wohltat: Es gibt noch Kurbeln für die Scheiben, ein zeitgenössisches Radio mit Knöpfen und Tasten, Schwenkfenster. Und richtige Schlüssel! Die Instrumentierung ist minimalistisch, auch wenn drei zusätzliche Instrumente nachgerüstet wurden. So was machten damals die ganz Sportlichen.

    Den Boxermotor hatte der Berichterstatter jedoch nicht so laut in Erinnerung. Bei 3000 U/min und geschlossenem Verdeck ist nicht zu überhören, dass der treue Knecht im Heck schwer arbeitet. Und lagen die ungeraden Gänge früher auch so weit vorne?

    Unsere Eifelrundfahrt werden wir nach einer Karte fahren, keinesfalls mit neuzeitlichem Navi! Da sich eine historische Karte für unsere Zwecke als unbrauchbar erwiesen hat, tut es eine  Wanderkarte auch. Aber erst einmal müssen wir noch quer durch Köln und auf die Autobahn.

    Tja, und da wünscht man sich doch schon ein paar PS mehr als die uns zur Verfügung stehenden 50. Oder waren die LKWs an dem Tag so schnell??

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    Start in Nideggen

    Egal, wir freuen uns auf unsere Eifelfahrt, die wir ganz entspannt und gemütlich angehen wollen und steuern den historischen Ausgangspunkt Nideggen an. Dazu steigen wir ein paar Meter – vorbei an der Dürener Hütte des Alpenvereins (für Alpinisten: 327 m! ) – zur Burganlage hinauf, genießen den herrlichen Blick und stimmen uns auf die Rundfahrt ein.

    Ausblick von der Burg Nideggen
    © Copyright / Fotograf: Wolfram Hamann

    Wie einst verlassen wir die Stadt durch das Zülpicher Tor und fahren zum Ort Berg, der damals noch Berg vor Nideggen hieß.  Weiter geht  es bis Wollersheim und dann rechts ab nach Vlatten. Die nun folgende Strecke bis Heimbach ist recht eben und kurvenfrei und seinerzeit wurde hier richtig "gebrettert".

    Unterwegs in Richtung Vlatten
    © Copyright / Fotograf: Wolfram Hamann

    Man stelle sich vor: dieser Abschnitt soll seinerzeit angeblich mit bis zu 185 km/h gefahren worden sein! Also volles Risiko! Wir aber nehmen uns Zeit und gelangen nach Heimbach. Auch hier wäre ein kleiner Aufenthalt angezeigt.

    Da wir den sehenswerten Ort  aber bereits früher erkundet haben und sich das Wetter als unerwartet stabil erweist, haben wir nun das Verdeck geöffnet, um uns den Eifelwind um die Nase wehen lassen. Denn jetzt kommt eine ganz besonders abwechslungsreiche Passage.

    Anbremsen und den Scheitelpunkt suchen ...
    © Copyright / Fotograf: Wolfram Hamann

    Von Heimbach nach Schmidt gibt es Kurven en masse, der Käfermotor hat ordentlich zu tun. Oder anders gewendet: Der Fahrer ist schwer beschäftigt mit dem ständigen Wechsel zwischen dem zweiten und dem dritten Gang. Vor neunzig Jahren kam noch die wohl eher abenteurlich anmutende Straßenlage der damaligen Autos hinzu. Somit war der Beifahrer gefragt, der sich zur Verlagerung des Schwerpunkts aus dem Fahrzeug lehnen und zusätzlich oft  noch Bügeleisen zur Hilfe nehmen musste!

    Neu aufgebaute "Schmugglerkirche St. Mokka" in Schmidt
    © Copyright / Fotograf: Wolfram Hamann

    Wir entscheiden uns für einen Zwischenstopp in Schmidt mit seiner Kirche St. Hubertus, die hier in der Gegend nur "St. Mokka" genannt wird. Doch warum? Nachdem die Kirche - wie der gesamte Ort -  in der Allerseelenschlacht 1944 stark zerstört worden war, wurde sie nach dem Krieg wieder aufgebaut. Und zwar mit Gewinnen aus dem Kaffeeschmuggel, der hier im Grenzgebiet ja nicht gerade selten war. Zum Schluss geht es durch den Hürtgenwald nach Brück und schon von weitem ist die Burg Nideggen wieder sichtbar.

    Wir haben nicht auf die Uhr geschaut. Aber vor 1924 brauchte der Sieger für die 12 Runden fünf Stunden, 15 Minuten und 59 Sekunden.
    Auf der gemächlichen Heimfahrt nach Köln geht es diesmal weitgehend über Landstraßen. Bei der Übergabe "unseres" Käfers erfahren wir, dass es tagsüber in der Domstadt kräftig geregnet hat. Wir aber sind in der Eifel unerwarteterweise nicht nass geworden – verkehrte Welt.

    Übrigens: der Sieger in der Sportwagenklasse der damaligen Eifelrundfahrt war ein gewisser J. Ludewig aus Essen auf einem Bugatti. Dies nur der Vollständigkeit halber...

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    ···
     
    Quelle:

    Neueste Kommentare

     
     
    ei******:
    22.05.2020 (14:15)
    Herzlichen dank für den Artikel zum Eifelrennen. Vielleicht wäre es interessant, einmal darüber zu informieren, das der MSC Burgring Nideggen als Verein sich um die Historie des Nürburgringvorläufers kümmert
    Und immer am 2ten Juliwochenende ein Revival für Vorkriegsklassiker organisiert:

    https://www.youtube.com/watch?v=MWLo67tJ9Yo

    https://www.eifelrundfahrt1922.de/ Dieses Jahr muss die Veranstaltung leider ausfallen.

    Sebastian Dörr
    ECC GmbH
    Thumer Weg 56
    52385 Nideggen
    ul******:
    21.05.2020 (13:01)
    Vielen Dank für den ausführlichen Bericht, es war ja auch Zeit, dass diese, fast vergessene Rundfahrt wieder in Erinnerung gerufen wurde. Meine Familie mit Sohn und Enkelkindern wohnen in Wollersheim, damit quasi an der alten Strecke.
    Das wir Motorsportler sind und heute den Nürburgring lieben macht die Sache rund. Meine Ehefrau wird in Kürze mit ihrem VW Käfer 1303 Cabriolet den Spuren von Herrn Hamann folgen. Harald J. Frings
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