Einloggen und mehr sehen: Login
 
 
Jetzt einloggen oder kostenlos registrieren...
... und viel mehr Fotos und Artikel sehen.
Bild (1/1): Alfa Romeo Giulietta Spider (1957) - Blick in das Cockpit der günstigeren Variante - Genfer Autosalon 1957 (© Archiv Automobil Revue)
Fotogalerie: Nur 1 von total 104 Fotos!
103 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

Artikelsammlungen zum Thema

Autosalons und Automobilausstellungen

Aus dem Zeitschriftenarchiv

Suche nach ähnlichem Inhalt

Inserate

Aktuelle Marktpreise (Auswahl)

Preisbereich HOCH: € 15'001 bis 75'000
Goliath 1100 (1957-1958)
Coupé, 55 PS, 1093 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Goliath 1100 (1957-1958)
Limousine, zweitürig, 40 PS, 1093 cm3
Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
Mercedes-Benz 300 SL Roadster (W 198) (1957-1961)
Roadster, 215 PS, 2996 cm3
Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
Mercedes-Benz 300 SL (W 198) (1954-1957)
Coupé, 215 PS, 2996 cm3
Preisbereich HÖCHSTPREISIG: € 250'001 bis 25'000'000
Mercedes-Benz 300 Sc Roadster (W 188) (1955-1958)
Roadster, 175 PS, 2996 cm3
 
 
Catawiki Allgemein:
Artikel drucken
Diese Funktion ist nur dann verfügbar, wenn Sie angemeldet sind.

  • Falls Sie einen Benutzernamen haben, melden Sie sich an (Login).
  • Ansonsten können Sie sich kostenlos registrieren!
  • Persönliches Archiv
    Sie können nur dann Inhalte dem persönlichen Archiv hinzufügen, wenn Sie angemeldet sind.

    Sie haben Benutzername und Passwort?
    Dann melden Sie sich an (Login).

    Noch kein Benutzername?
    Die Registrierung ist kostenlos und dauert höchstens eine Minute.

    Genfer Autosalon 1957 - Sterne, Flossen und Zwerge

    3. April 2017
    Text:
    Bruno von Rotz
    Fotos:
    Archiv 
    (104)
     
    104 Fotogalerie
    Sie sehen 1 von 104 Fotos
    Weshalb nicht alle Fotos?

    Wie kann man alle Fotos sehen?

    103 weitere Bilder für registrierte Mitglieder.
    Melden Sie sich jetzt kostenlos an.

    Das Jahr 1957 ging als jenes Jahr in die Geschichte ein, in welchem Harry Belafonte mit dem “Banana Boat Song” die Welt-Hitparaden eroberte, in dem bei NSU zum ersten Mal ein Wankelmotor einen Testlauf überstand und in dem mit dem Satelliten Sputnik die Eroberung des Weltalls begann.

    Im Jahr 1957 wurden aber auch die Schwächen der Schweizerischen Strassennetzplanung für alle sichtbar. Die fehlende Modernisierung und Erneuerung des Strassennetzes hatte nämlich zu hohen Unfallzahlen und zunehmend fehlender Kapazität geführt. Auf kantonaler Ebene war dieses Debakel nicht mehr lösbar, es brauchte eine Koordination auf Bundesebene. Eben jene forderten auch die Redner am 27. Genfer Automobilsalon, der vom 14. bis 24. März 1957 rund 230’000 Besuchern die neusten Modelle der Fahrzeughersteller präsentierte.

    Viel Gedränge an den Besuchertagen des Salons - Genfer Automobilsalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    Der Autosalon stand in jenem Jahr unter einem besonders guten Stern, denn er war die einzige Automobilausstellung im Frühjahr 1957. Der Turiner Salon war wegen der Weltausstellung in Brüssel verschoben, auf den Brüsseler Autosalon gar verzichtet worden. Alle Blicke richteten sich auf Genf. 

    Der blutrote 300 SL

    Der helle Stern am Salon war sicherlich der erstmals der Öffentlichkeit präsentierte Mercedes-Benz 300 SL Roadster. Er sei nicht sonderlich photogen, schrieben die Berichterstatter damals. In “In natura” sei er viel schöner als auf den Bildern. Rot wie ein Ferrari stand er da, aber sein grösster Vorzug kam nicht beim Stehen, sondern beim Fahren zum Vorschein, die nochmals verbesserte Strassenlage. Diese wurde dank der neuen Eingelenk-Pendel-Hinterachse ermöglicht.

    Mercedes-Benz 300 SL Roadster (1957) - blutrot gespritzt, in Genf erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt - Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    Man hätte den neuen offenen SL gerne mit dem Konkurrent aus England, dem Jaguar XKSS verglichen, doch jener glänzte durch Abwesenheit. 

    Ferrari 250 GT Spider (1957) - sehr elegantes Cabriolet von Pininfarina - Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    Kaum weniger Aufmerksamkeit als der 300 SL erregte das neue Cabriolet, das Pinin Farina auf Basis des Ferrari 250 GT eingekleidet hatte.

    Die Salonüberraschung - der Maserati 3500 GT von Touring

    Als eine der schönsten Karosserien am Salon 1957 wurde das Touring-Coupé auf der Basis des neuen Maserati 3500 GT Fahrgestells bezeichnet. Es war eine eigentliche Überraschung und in seiner weissen Lackierung überstrahlte das elegante Coupé fast alle anderen Sportwagen in Genf.

    Maserati 3500 GT Touring (1957) - meisterhaftes Touring-Coupé mit sportlicher und aristokratischer Linienführung im reinen Stil - Salonneuheit - Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    Dabei gab es auch sonst viele Sportwagen zu entdecken, etwa den rosafarbenen DB Panhard Coach mit Kunststoffkarosserie von den Herren Deutsch und Bonnet.

    DB Coach (1957) - vollendetes Auto mit Kunststoffkarosserie - Produktion in der Schweiz geplant - Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    Interessant war sicherlich auch der Lotus Eleven, den Ghia-Suisse mit einem eleganten Roadsterkleid versah.

    Lotus Eleven Ghia (1957) - hübscher Roadster für den Strassenverkehr - anglo-schweizerische Zusammenarbeit - Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    Zum ersten Mal zu sehen Genf war auch der geglättete Aston Martin DB 2-4 Mark III.

    Lancia Appia Vignale Convertibile (1957) - kompaktes Cabriolet für schönte Tage - Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    Bei Alfa Romeo konnte man ein Zagato-Cabriolet auf Basis des 1900 SS sehen, auf Lancia-Appia-Basis waren sowohl das Coupé (Pininfarina) als auch das Cabriolet (Vignale) zu finden.

    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     

    Flossen und Innovationen bei den Amerikanern

    “Ausgeklügelte Technik in raffiniertem Kleid”, schrieb die Automobil Revue im März 1957. Tatsächlich beeinflussten die Amerikaner das Autodesign, aber auch die Verwendung neuer Technologien nachhaltig. Das Ergebnis waren meist für hiesige Verhältnisse riesige Autos mit oppulenten Formen, die sich Otto Normalbürger kaum leisten konnte.

    Mercury (1957) - die Gestaltung erinnert an den Traumwagen "Turnpike Cruiser" - Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    Statt Tropfenform gab es beim Jahrgang 1957 das Pfeilmuster, die Flossen am Heck wuchsen immer weiter an, die Motorhauben wurden flacher, Panorama-Scheiben Normalausstattung. Auch das Instrumentenbrett überdachten die meisten amerikanischen Anbieter, da gab es manch Futuristisches zu sehen.

    Studebaker Golden Hawk (1957) - mit einem Radial-Kompressor von McCulloch - Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    Und unter der Motorhaube? Da waren meist grossvolumige V8-Motoren und neuerdings auch Radialkompressoren von McCulloch zur Leistungssteigerung verbaut.

    Rund 16’500 Franken reichten für den Einstieg in einen Chevrolet Six, 72’500 Franken musste man für einen Continental Mark II hinblättern, kaum weniger für einen Cadillac Eldorado Brougham. Im Vergleich zur Standard-Motorisierung jener Tage, dem VW Käfer, der in De Luxe Ausstattung 5555 Franken kostete, waren dies unerschwingliche Beträge.

    Aufschwung bei den Briten

    Da wandte sich mancher Neuwagen-Interessent lieber den Autos aus Grossbritannien zu, die es von immerhin 28 verschiedenen Marken zu sehen gab. Das Gros der Produktion stammte von fünf Grosskonzernen - British Motor Corporation, Rootes, Standard, Vauxhall und Ford. Unter den Marken gab es damals noch längst verschwundene Bezeichnungen wie Metropolitan, Riley, Singer, Standard, Sunbeam oder Hillman.

    Die britische Autoindustrie hatte ihren Vorteil nach dem Weltkrieg zwar gut genutzt, war aber in den Folgejahren gegenüber den stark angreifenden Firmen aus Frankreich, Deutschland und Italien etwas ins Hintertreffen geraten.

    Vauxhall Victor (1957) - Neuheit mit Panoramascheibe, sehr grossem Kofferraum, kompakten Dimensionen und flacher Motorhaube als auffälligste Merkmale - Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    In Genf wollte man mit neuen Typen zeigen, dass man sich gegen die Konkurrenz gewappnet sah. So wurden unter anderem der neue Vauxhall Victor mit Panoramascheibe und grossem Kofferraum präsentiert, beim Austin A55 Cambridge überzeugte die gefällige Karosserie, der Morris Oxford und der MG Magnette glänzten in zwei Farben um die Wette.

    MG Magnette (1957) - zwei Farben und bessere Sicht - mit vielen Einzelverbesserungen noch besser geworden - Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    Erstmals in Genf war der Jensen zu sehen, ein viersitziges Hochleistungsfahrzeug mit Kunststoffkarosserie.

    Bei den Sportwagen zogen der kleine Berkeley mit Frontantrieb, der elegante AC Ace/Aceca und der Arnolt-Bristol die Blicke auf sich.

    Wenig Neues für den Kontinentalkäufer

    Während die Briten also einige Neuigkeiten zeigen konnten, hatten die Franzosen ihre Neuheiten, darunter der Citroën ID19 oder Simca Aronde, schon früher vorgestellt.

    Citroën DS 19 (1957) - die Familie erhielt Zuwachs durch den ID 19 - Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    Immerhin konnte der Peugeot 403 als Cabriolet vorgestellt werden und bei Simca gab es die sportlichen Plein Ciel und Océane nun mit Panorama-Frontscheibe. Für offene Münder aber sorgte vor allem der Luxusfahrzeughersteller Facel-Vega.

    Peugeot 403 Cabriolet (1957) - Salonneuheit, mit zwei bis vir3 Plätze - Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    Deutschlands Fahrzeugbauer konnten da schon mit mehr Neuheiten aufwarten, etwa dem überarbeiteten Goliath 1100 mit Viertakt-Boxermotor oder dem Borgward Isabella Coupé, am Salon wegen seiner Schönheit mit “Isabellissima” bezeichnet.

    Goliath 1100 (1957) - nun mit Vierzylindermotor und neu gestaltetem Bug am Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    Opel feierte in Genf den zweimillionsten gebauten Personenwagen und zeigte einen goldverbrämten Kapitän.

    Der originellste Stand am Salon - AMAG zeigt eine Autobahn in frühlingshaftem Schmuck und stellte Wagen von VW, Porsche und Chrysler - Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    VW und Porsche konnten weniger durch Innovationen als durch einen äusserst attraktiven Stand des Importeurs AMAG, angerichtet als Strasse, profitieren.

    Das Preisspektrum der deutschen Wagen reichte von knapp über 3100 Franken für einen Messerschmitt bis zu rund 45’300 Franken für das Mercedes-Benz 300 SC Cabriolet.

    Lancia Flaminia (1957) - die viertürige Limousine in Serienausführung - Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    Bei den Italiener lag das Gewicht auf eleganten Karosserien. Ungekrönte Königin der Serienwagen war die Lancia Flaminia als viertürige Serien-Limousine. Aktiv zeigte sich auch Carlo Abarth, der neben Rekordfahrzeugen auch diverse Varianten zum Fiat 600.

    Fiat-Abarth 750 Pininfarina (1957) - Rekordwagen, präsentiert auf einer kleinen Monza-Bahn - Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    Bei Fiat wartete man noch auf das neue kleine Modell (Fiat 500), konnte aber immerhin versenkbare Scheiben beim Fiat 600 zeigen. Das Bauprogramm von Alfa Romeo war weitgehend unverändert.

    Spezielles gefragt

    Spezial- und Sonderkarosserien waren in den späten Fünfzigerjahre nachwievor gefragt.

    Fiat-Abarth Vignale (1957) - der Eiform entgegen - Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    Entsprechend umfangreich zeigte sich denn auch die Auslage der Carrossiers in Genf. Ghia-Suisse, Pinin Farina, Allemano, Lombardi, Graber, Viotti, Touring und Beutler zeigten ihre neuesten Kreationen, von denen vor allem die Rekordfahrzeuge bei Pinin Farina, der Vignale-Fiat-Abarth und der bootsähnliche Strandwagen auf Fiat Multipla 600 Basis bei Vignale auffielen, während der Renault 4CV von Allemano, die Bentley- und Alvis-Modelle bei Graber oder das Beutler-Coupé auf VW-/Porsche-Fahrgestell eher als Weiterentwicklung bisheriger Formen verstanden wurde.

    Renault 4 CV Alemano (1957) - schönes Coupé auf Basis des 4CV 1063 - Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    Der Kleinstwagen-Boom

    Räumlich abgesetzt präsentierten sich in Genf die populären Kleinstwagen, die von Ausstellern wie Maico, BMW, Brütsch, Frisky, Messerschmitt oder Goggomobil angeboten wurden. Eine Salon-Neuheit war dabei der Meadows Frisky, Englands Beitrag zum Kleinautomobil.

    Meadows Frisky (1957) - attraktiver Kleinwagen mit 250-cm3-Motor, von Vignale gebaut, von Michelotti entworfen - Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    Als Vierradfahrzeug mit enger hinterer Spur überzeugte er vor allem durch seine hübsche Vignale-Karrosserie und seine Flügeltüren. Er wurde als Prototyp gezeigt, der mit einem Villiers-300 cm3 Zweizylinder-Zweitaktmotor mit 15 PS angetrieben wurde.

    Brütsch Mopetta (1957) - das kleinste Fahrzeug am Salon - Motorroller mit Kunststoffkarosserie auf drei Rädern - Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    Als superkleines Fahrzeug stellte Brütsch die Mopetta  auf drei Rädern vor. Die übrigen Anbieter konzentrierten sich auf punktuelle Verbesserungen.

    Ein Kabinenroller lag zu jener Zeit bei rund 3000 bis 4000 Franken, war also rund 25 bis 40% günstiger als der normalgrosse VW Käfer.

    Nützliches Zubehör

    Wie jedes Jahr zeigten auch die Zubehörhersteller ihre neuesten Ideen. Der letzte Schrei waren elastische oder versenkbare Antennen, die dem böswilligen Antennenknicker den Garaus machen sollten. Das Autoradio entwickelte sich in Richtung UKW-Empfänger. Ebenfalls thematisiert wurden Zusatzscheinwerfer und Starthilfen.

    Auch Nutzfahrzeuge, Boote, Traktoren und Camping

    Die zur Verfügung stehende Hallenfläche in Genf musste nicht nur unter den Personenfahrzeug-Marken und dem Zubehör aufgeteilt werden, sondern auch noch mit Nutzfahrzeugen, Booten, Traktoren und Camping-Zubehör-Anbietern geteilt werden.

    Rennboot mit 5,6 Metern Länge von Walter Boesch - 215 PS leistet der V8-Interceptor-Motor - Genfer Autosalon 1957
    © Archiv Automobil Revue

    Im Nautikteil etwa zeigten Anbieter wie Boesch oder SwissCraft ihre schönen Schiffe, bei den Nutzfahrzeugen gab es die neuesten Erzeugnisse von Marken wie Saurer, Henschel, Bedford, Mowag oder Berliet zu sehen.