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ToffenMarch2020
Bild (1/1): Borgward Hansa 1500 Langenthal (1950) - an die Form der Originallimousine angelehntes Cabriolet von Langenthal - Genfer Autosalon 1950 (© Archiv Automobil Revue)
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Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
Renault 4 CV (1950-1961)
Cabriolimousine, 18 PS, 747 cm3
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Renault 4 CV (1947-1961)
Limousine, viertürig, 18 PS, 747 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
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Fiat 1400 A (1954-1956)
Limousine, viertürig, 50 PS, 1395 cm3
Preisbereich MITTEL: € 5'001 bis 15'000
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ToffenMarch2020
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    Genfer Autosalon 1950 – von der nationalen zur internationalen Auto-Ausstellung

    Erstellt am 29. Januar 2020
    Text:
    Bruno von Rotz
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    Plakat Genfer Autosalon 1950Als der 20. Genfer Automobilsalon am 16. März 1950 für zehn Tage offiziell seine Tore öffnete, präsentierte er sich deutlich internationaler als seine Vorgänger. Tatsächlich war das Interesse gross und man konnte sich in der Stadt Genf fast das gesamte Weltangebot an Automobilen zu Gemüte führen.

    385 Aussteller aus 12 Ländern waren im Jahr 1950 in Genf vertreten und mit 72 Automarken und einigem mehr präsent. Von den 72 Automarken haben übrigens nur wenige bis in die Neuzeit überlebt, manche gehören schon längstens ins Inventar der vergessenen Hersteller, so etwa Armstrong-Siddeley, Crosmobile, Grégoire, Hotchkiss, Jowett, Lanchester, Minor, Panhard, Rovin, Simca, Standard oder Veritas.

    Neue Räumlichkeiten

    Nach einigen Umbauten und Erweiterungen hatte der Autosalon nun 26’000 Quadratmeter Ausstellungsraum zur Verfügung. Diesen mussten die Autos allerdings auch mit Fahrrädern, Motorrädern, Lastwagen, Autobussen und Schiffen, sowie einem reichhaltigen Zubehörangebot teilen. Kein Wunder konnte die Automobil-Ausstellung in knapp einer Stunde locker durchschritten werden. Doch boten sich dem interessierten Betrachter natürlich auch viele Finessen und Neuheiten, so dass man es auch deutlich länger in den Räumlichkeiten des Palais des Expositions am Boulevard Carl-Vogt aushalten konnte.

    Bundespräsident Petitpierre zusammen mit dem Präsident des Genfer Staatsrats und dem Präsident des Salon-Organisationskomitees beim Rundgang durch den Salon - Genfer Autosalon 1950
    © Archiv Automobil Revue

    Eröffnet wurde der Autosalon übrigens mit Ansprachen von Bundespräsident Petitpierre, Salonpräsident Dechevrens und Genfer Staatsratspräsident de Senarclens.

    Die neue Freude am Sportwagen

    War in den Vierzigerjahren noch zu befürchten gewesen, dass der Sportwagen ausstirbt, so zeigte sich am Genfer Salon 1950 ein deutlich anderes Bild. Immerhin sechzehn Sportwagenmarken offerierten ihre Modelle, darunter etwa der neue Siata Daina, der Jowett Jupiter, der allerdings nur als Chassis zu sehen war, oder der Simca 1200 Sport, eines der hübschesten Fahrzeuge am Salon.

    Simca 1200 Sport (1950) - als zweiplätziges, hochelegantes Coupé - Genfer Autosalon 1950
    © Archiv Automobil Revue
    Angebote von Zwischengas-Spezialisten
     
    HERO 1000 Mile Trial

    Dominanz der Briten

    Das mit Abstand grösste Markenkontingent kam 1950 von der Insel, 24 Marken buhlten um Besucher und potentielle Käufer. Allerdings konnten die Briten nicht mit grossen Weltpremieren brillieren, obschon mit dem Alvis Three Litre ein komplett neu konstruiertes Auto gezeigt werden konnte. Die meisten Hersteller von jenseits des Ärmelkanals mussten sich mit überarbeiteten Karosserien und verbesserter Technik begnügen, aber auch dies kam gut an.

    Alvis 1,9 Litre (1950) - Sportwagen - Genfer Autosalon 1950
    © Archiv Automobil Revue

    Jedenfalls schrieb die Automobil Revue:
    “Konstruktiv, das darf man heute wohl sagen, haben die englischen Automobilingenieure erstaunlich viel geleistet, und in ihren technischen Grundzügen haben die englischen Wagen den Anschluss an den europäischen Stand der Entwicklung zum mindesten gefunden. In mancher Beziehung, so zum Beispiel in der Herstellung mittelgrosser, sehr leistungsfähiger Motoren, in der Raumausnützung von Wagen mit kleinen Aussendimensionen und anderen Belangen gehören die englischen Baumuster zu den besten Leistungen.”

    Bristol 401 (1950) - Wagen höchster Fahrsicherheit - Genfer Autosalon 1950
    © Archiv Automobil Revue

    Zu sehen gab es in Genf etwas die Bristol-Modelle 400 und 401, die neue Sport-Coupé-Variante des Austin A90 Atlantic, die zwei Sportwagen “Le Mans” und “Mille Miglia” von Frazer-Nash, der Healey Silverstone und der MG TD.

    MG Midget Series TD (1950) - auf dem Genfer Automobilsalon 1950
    © Archiv Automobil Revue

    Riley zeigte einen sportlichen Tourenwagen, Rolls-Royce den Silver Dawn mit “Gesamtstahl-Fabrikarosserie” und den Silver Wraith als teuersten Wagen des Autosalons (CHF 58’000).

    Triumph Mayflower (1950) - Konzentration der Instrumente in die Mitte - Genfer Autosalon 1950
    © Archiv Automobil Revue

    Von Triumph gab es den Kleinwagen “Mayflower” zu sehen, Morris stellte u.a. den kompakten Minor auf den Stand.

    Der günstigste britische Wagen im Angebot war der Ford Anglia mit einem Preisschild von 5300 Franken, das Gros der Personenwagen kostete zwischen 7000 und 15’000 Franken.

    Reichhaltige Amerikaner-Auswahl

    Autos von immerhin 20 Marken brachten die Amerikaner nach Genf. Zwar unterschieden sich die meisten Modelle nun im Detail von der Vorjahresproduktion, einige Zusatz-PS und Design-Verfeinerungen gab es aber praktisch überall zu sehen. Grosse Dimensionen, volumenstarke Motoren und viel Komfortausstattung unterschieden sich das typische amerikanische Autos von 1950 deutlich von den meist kompakteren Europäern. Allerdings gab es mit der Marke Crosmobile, eigentlich Crosley, eine Ausnahme. Der Hot-Shot war ein kompakter Sportwagen mit einem leistungsfähigen 750-cm3-Motor, den man sich gut auch als deutsches oder italienisches Auto hätte vorstellen können.

    Crosley Hotshot (1950) - Sportzweisitzer aus den USA - Genfer Autosalon 1950
    © Archiv Automobil Revue

    Mit CHF 5950 war er auch deutlich günstiger als das übrige amerikanische Angebot, das mit Preisen zwischen CHF 9450 und 34’700 angeschrieben war, sich aber mit wenigen Ausnahmen aber auch nur mit Sechs- oder Achtzylindermotoren zufrieden gab.

    Cadillac Sedan 62 (1950) - als Viertürer - Genfer Autosalon 1950
    © Archiv Automobil Revue

    Auch die PS-Zahlen (bis 167 PS) beeindruckten. Weniger fortschrittlich gaben sich die Fahrwerke, ausnahmslos hatten alle US-Autos eine starre Hinterachse. Dafür wurden bereits viele der grossen Limousinen, Coupés und Cabriolets bereits mit hydraulischem Drehmomentwandler ausgerüstet.

    Fribourg2020

    Übersichtliches Angebot der übrigen Nationen

    Zwei Drittel der in Genf gezeigten Marken stammten also aus Grossbritannien und den USA, dies waren auch die Länder, die die Folgen des Zweiten Weltkriegs am schnellsten überstanden hatten. Für die Franzosen war dies bereits schwieriger, doch auch sie kamen mit immerhin 12 Automarken nach Genf, darunter auch solche, die man schon lange vergessen hat wie Julien oder Rovin.

    Citroën 11 Légère (1950) - mit heller, im Details als Sonderausführung verbesserter Karosserie - Genfer Autosalon 1950
    © Archiv Automobil Revue

    Nur gerade Citroën, Peugeot und Renault haben überhaupt überlebt, gerade sie zeigten aber eher einfache Automobile in Genf. Doch immerhin waren der Citroën 11 Légère, der Peugeot 203 und der Renault 4CV auf der Höhe ihrer Zeit.

    Hotchikss-Grégoire (1950) - in seiner endgültigen Form - Genfer Autosalon 1950
    © Archiv Automobil Revue

    Für grosse Augen und bewundernde Blicke sorgten aber eher die noblen Delahaye, der Hotchkiss-Grégoire oder die schnellen Talbot-Lago. Mit dem Julien konnten die Franzosen einen der günstigsten Wagen des Salons bieten, CHF 3800 kostete das Kleinstauto. Mit 195 PS war der Talbot-Lago Grand Sport dafür das stärkste Auto vor Ort.

    Talbot-Lago Grand Sport Saoutchik (1950) - stärkster Personenwagen am Salon - Genfer Autosalon 1950
    © Archiv Automobil Revue

    Da kam selbst der Ferrari mit Zweilitermotor nicht mit, obschon er sicherlich zu den schnellsten Sportwagen gehörte. Bei Alfa Romeo fokussierte man auf Varianten des 6C 2500, Lancia war nicht vor Ort.