Ein Turicum wird 1904 in Uster in der Fabrik montiert – Ausstellung «Zürcher Automobile» auf dem Gauss-Stierli-Areal ab 1. November
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Liebe Redaktion Das Foto ist niemals ein Turicum Ich gebe Ihnen gerne einen Augenschein an meinem Orginal Fahrzeug inklusive Fabrikkatalog Eine Fachzeitschrift sollte sich besser informieren bevor sie einen Bericht veröffentlichen mit freundlichen Grüssen Markus Thoma
Antwort vom Zwischengas Team (Martin Sigrist)
01.11.2025 (00:20)
Ihre kategorische Gewissheit "niemals" ist sicher interessant, denn es ist sogar sehr deutlich der Reibradantrieb zu sehen – und das Bild stammt von der ETH-Bibliothek. Bildcode: SIK_01-058953.tif Die Anschrift erfolgte gemäss den Angaben der ETH. Aber im Dienste der Wissenschaft ist man gewiss dankbar für ihre präzise Korrektur – mit schlüssigen Angaben, warum man dort den eigenen Quellen demnach nicht vertrauen sollte! Es gibt sogar eine Kommentarfunktion die Sie nutzen können, denn auch dort weiss man nicht immer alles und glaubt der besten, verfügbaren Quelle. Deswegen stellen wir die ETH auch nicht gleich in Frage. Bevor wir aber seitens der ETH keine anderslautende Angabe erhalten, bleiben wir bei dieser durchaus zuverlässigen Quelle und behaupten: Es ist ein Turicum respektive eine Konstruktion von Martin Fischer. Besten Dank für ihre wertvolle Mitarbeit im Voraus und Freundliche Grüsse! https://e-pics3.ethz.ch/en/home_en/
von c0******
31.10.2025 (19:00)
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Aber nei au, einzig richtig ist, dass in Uster Turicum gebaut wurden. Weder die Jahreszahl noch das Bild haben etwas mit Turicum zu tun. Wie interpretiert Ihr "Fachzeitschrift"???
Antwort vom Zwischengas Team (Martin Sigrist)
01.11.2025 (00:23)
Siehe Kommentar oben.
von c0******
01.11.2025 (08:36)
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Über Turicum wurde sehr viel ABgeschrieben und deshalb kaum verbessert. Jahrzehnte lang wurden sogar bewusst falsche Angaben publiziert, um mit Turicum-Autos am Rallye London - Brighton teilnehmen zu können ;-)
Turicum waren weder die einzigen, noch die ersten, welche Reibrad- = Friktionsgetriebe gebaut haben. Es gab später sogar Motorräder (Ner-a-Car, USA). Auf Ihrem Bild ist eine Doppelfriktion zu sehen. Das wurde schon Ende 19. Jahrhundert von Maurer Union in Nürnberg patentiert und später auch in Frankreich gebaut, hat aber nie richtig funktioniert. Ihr Bild ist vermutlich von einem französischen Produkt. Im "Baselbiet" steht so ein Auto. Martin Fischer hat "seine" Friktion nicht wirklich selbst erfunden, sondern eben die schlecht funktionierenden verbessert und dann patentieren lassen. Entsprechende juristische Korrespondenz von damals zwischen Maurer Union und Martin Fischer liegt mir im Original vor. Auch sämtliche Patentschriften von Martin Fischer sind in meinem Archiv.
1904 erfolgte per 1. August der Ersteintrag im Handelsregister noch als "Martin Fischer & Co., Motorwagenbau" und war in Zürich an der Plattenstrasse 14 in einer alten Kegelbahn domiziliert (SHAB Nr. 310 vom 8. August 1904). Der Original-Mietvertrag liegt mir vor. Die Ustermer Fabrik wurde erst am 7. Juni 1906 gekauft (Staatsarchiv AA b 71), umgebaut und ab 1907 begann die Serienproduktion. Vorserien-Modelle wurden aber schon Ende 1906 an den Autosalons in Paris und Berlin ausgestellt und machten Furore wegen ihrer zahlreichen technischen Neuerungen.
Der Unterschied zwischen einer "Turicum-Friktion" und Ihrem Bild SEHR deutlich.
Antwort vom Zwischengas Team (Martin Sigrist)
01.11.2025 (11:01)
Wunderbar, damit haben wir nicht nur einen Irrtum geklärt, wobei es schön wäre, wenn dieser auch an der Quelle in derselben Art korrigiert werden könnte, sondern einiges dazugelernt. Das Bild, wie gesagt, ist nicht unseres sondern jenes des ETH-Bildarchivs. Herzlichen Dank! Und für ein anderes Mal: Sind ihre Archivalien in irgend einer Form zugänglich oder gibt es einen entsprechenden Ort (Internet, eine Adresse) wie man im Bedarfsfalle an die entsprechenden Informationen kommen kann? Das könnte solchen Blödsinn schon im Vornherein verhindern und wäre ganz im Sinne einer korrekten Geschichtschreibung der Marke Turicum.
von c0******
01.11.2025 (08:53)
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Das ETH-Bildarchiv ist mir bekannt. Mangels alten Original-Bildlegenden kann jeder online da hineinschreiben was er will. Entsprechend zuverlässig sind die Informationen.
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