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... die ein Durchdrehen der Antriebsräder verhinderte. Als sich die beiden Systeme bewährt hatten, konnten die Bosch-Ingenieure schliesslich das ESP – das Elektronische Stabilitätsprogramm – zur Serienreife bringen. Das ESP verhindert, dass ein Fahrzeug ausbrechen und schleudern kann. Es korrigiert ein Unterund ein Übersteuern durch Herabsetzen der Motorleistung und gezielte Bremseingriffe auf einzelne Räder. Der Vater eines Systems Als «Vater des ESP» gilt der gebürtige Holländer Dr. Anton Van Zanten. Den Grundstein zur Entwicklung des Systems legte der quirlige Mann mit dem Flair für Mathematik bereits Anfang 1970er Jahre. In seiner Doktorarbeit berechnete er, wie die Bremsund Seitenführungskräfte verteilt sein müssen, damit das Fahrzeug einer vorgegebenen Spur stabil folgt. In den 1980er Jahren – mittlerweile als Forscher bei der Firma Bosch – entwickelte Van Zanten das erste funktionstüchtige ESP-System. Zusammen mit seinem Team installierte er das System in einem Versuchsfahrzeug. Bei Testfahrten in Schweden konnte Van Zanten beweisen, dass das System funktionierte. 1992 stieg Daimler Benz ein. Gemeinsam brachten die Ingenieure von Bosch und Daimler Benz das System zur Serienreife. Die ersten Autos mit ESP kamen 1995 auf den Markt: Die Mercedes-Benz-S-Klasse und der Roadster (W140 und R129). In den Jahren danach wurde das System stetig ...
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