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... vor dem Fall Mochten Rischs Patente, Erfindungen und Entwicklungen noch so einfallsreich oder gar genial gewesen sein, seine Überheblichkeit und das vermutlich bewusste Nachahmen von Rolls-Royce wurden ihm zum Verhängnis. Wohl schon kurz nach dem Autosalon wurden Anwälte von Rolls- Royce in Zürich vorstellig und traten einen langwierigen und kostspieligen Urheberrechts-Prozess los, den Risch vermutlich Anfang 1936 offensichtlich verloren haben musste. Die letzte bekannte Swiss- Packard-Publikation stammt aus der «Allgemeinen Automobil Zeitung», datiert vom Oktober 1935. Der letzte Auftrag für eine Carrosserie, die Nr. 336, ist bei Graber am St.-Nikolaus-Tag 1935 aufgelistet. Danach musste Risch unverzüglich das SP-Logo aufgeben, die Kühlerfront ändern, und er wurde zu saftigen Entschädigungszahlungen an die Engländer verknurrt. Ob nur der finanzielle Verlust oder auch die masslose Enttäuschung den Ausschlag gaben, ist nirgends dokumentiert, aber Werner Risch liess das gesamte Swiss- Packard-Projekt fallen. Das «beste je gebaute Schweizer Automobil» war zu einem lediglich kurz aufgeflammten Strohfeuer geworden. Wie viele Swiss-Packard gebaut wurden, ist auch bei gut dokumen- Swiss-Packard am Genfer Salon 1935 mit polierten Alu-Rädern, Risch-Scheinwerfern und modernisierter Motorhaube. Auf dem Pult stehen das sagenumwobene Salon-Telefon und ein CH-Schild ...
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