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... zurück, so sagt man sich unwillkürlich: so etwas kann nicht mehr passieren, das war eine Ausnahme, so etwas kommt sicher nicht mehr vor! Und man wiegt sich in einem trügerischen Gefühl der Sicherheit, weil man sich darüber keine Gedanken macht, was sonst noch alles geschehen kann: seit Sonntag, dem 10. Januar 1971, werden viele Leute wieder um eine - schlimme - Erfahrung reicher sein. Man wird Vorkehrungen treffen, dass es einem Fahrer nicht mehr möglich sein wird, seinen Wagen in die Mitte der Fahrbahn zu schieben, man wird Funktionäre besser erziehen und somit - hoffentlich - weitere Menschenleben retten können. Aber das alles wird uns Ignazio Giunti nicht mehr zurückbringen. Ignazio Giunti, geboren am 30. August 1941 in Rom, war dem Aussehen nach alles andere als der typische italienische Rennfahrer, wie man ihn sich vielleicht vorstellen möchte. Der dunkelblonde, eher schmächtige junge Mann wirkte immer ein wenig zurückgezogen und unauffällig, und genauso unauf fällig arbeitete er sich in die Weltspitze der Automobilrennfahrer nach vorne - fast möchte man sagen, er schmuggelte sich nach oben. Er gehörte vom Talent her wohl schon längere Zeit zur Spitzenklasse, ehe man ihn überhaupt bemerkte, und es ist seine Tragik, dass er dann, als man ihn akzeptiert hatte, sein Können nicht mehr lange unter Beweis stellen konnte. Giunti fuhr sein erstes Rennen 1961 - ...
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