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... »original«? Da her Naserümpfen unter den Vertretern der reinen Lehre? Denn genau das ist ja das Problem von technischen Objekten und Gebrauchsgegenständen – außer Autos auch Flugzeuge oder Häuser: Anders als römische Statuen sind sie eben nicht dazu da, einmal erschaffen und dann unverändert zur Schau gestellt zu werden. Sie wurden gemacht, um genutzt zu werden. Fest integriert in das Konzept von Technik ist der Fortschritt, und da wird per definitionem verändert, verbessert und angepasst. Doug Nye, Historiker und Autor einschlägiger Standardwerke zum historischen Automobil geht sogar so weit, Parallelen zwischen dem Sammler von Automobilen und dem Wein-Connaisseur zu ziehen: So wie der Sammler großer Weine Genuss und keinerlei Reue daran empfindet, regelmäßig ein Fläschchen aus seinem Keller seiner eigentlichen Bestimmung zuzuführen, dabei aber gleichzeitig das Objekt seiner Leidenschaft vernichtet, in gleicher Weise vernichten wir Klassiker-Fahrer letzten Endes die Original-Substanz unserer Lieblinge unwiederbringlich, wenn wir mit ihnen das tun, wozu sie gemacht und gedacht sind: fahren. Pragmatisch betrachtet ist ein Auto am Ende eben auch nichts anderes als eine Ansammlung von Verschleißteilen – das betrifft Öl, Dichtungen, Lager und Zündkerzen ebenso wie etwas so Elementares wie die Kurbelwelle, irgendwann den Motorblock ... oder am ...
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