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... Ferrari führt einen an die Essenz dessen heran, was Rennsport ausmacht Mitten in meiner zweiten Runde kommt mir ein Gedanke: Wenn dieser waschechte Racer von 1955 meiner wäre, dann würde mein Herz siegen. Es würde meinen Verstand besiegen. Jede Wette. Verstandesmäßig ist klar: Den Wagen, der schon immer ein Vermögen gekostet hat und heute um ein Vielfaches wertvoller ist, behandelt man wie eine Investition. Sorgsam, voller Obacht. Es ist ein Juwel, würde mein Verstand argumentieren, das man eines Tages zu barer Münze machen könnte. Aber andererseits denke ich mir in der zweiten Runde, bei meinem internen Duell, dem zwischen Herz und Kopf: Jedes Mal, wenn sich der Verstand einschaltet, meldet sich das Herz und erinnert, dass dieser Ferrari eines jener besonderen Autos ist, die einen an die Essenz dessen heranführen, was den Rennsport mit historischen Fahrzeugen ausmacht: Fahren in seiner allerschönsten Form. Warum sollte überhaupt ein anderer das Recht haben, diese federleichte kleine Aluminiumtür zu öffnen, in das Cockpit zu klettern und den röhrenden 3-Liter-Vierzylinder anzuwerfen? Wer denkt da an Investition und Wertsteigerung? Stattdessen genießt und spürt man dieses Auto auf der Strecke – wild und wunderbar, jenseits aller Worte. Wenn dieses Auto meins wäre, dann würde ich es behalten. Und zwar ziemlich lange ... denke ich mir in der zweiten Runde. 9 8 N OV E M B E R 2 01 3 O C TA N E FER R A R I 750 MONZA ...
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