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... mehr begeistert als für schwere Limousinen. Waxenberger wusste, was er tat: Der Rennfahrer Mike Parkes, Anfang der 1970er in der Formel 1 und mit Sportwagen unterwegs, schaute auf der Nordschleife ziemlich blöd aus der Wäsche, als ‚Wax‘ mit einer Pagode nicht nur Schritt hielt, sondern nur Sekunden hinter Parkes mit seinem V12-Ferrari (250 GT Berlinetta) war. Waxenberger also: weiß, was er kann. Uhlenhaut weiß, was er will. Mercedes’ Flaggschiff von 1965, der 300 SEL, leistet mit seinem 3-Liter-Reihensechszylinder angemessene 168 PS und kommt so auf eine bequeme Reisegeschwindigkeit von 160 km/h. Nicht schlecht. Für Heinz-Ulrich Wieselmann aber auch nicht gut genug. Der Redakteur von Auto, Motor & Sport höhnt, Benz baue vorhersehbare Modelle für Schlipsträger, Metz ger und Rentner. Kurz darauf fällt die Karosse eines 250er SE-Cou pés vom Fließband. Waxenberger schnappt sich die Ausschuss-Hülle und bringt sie zu seiner Abteilung, wo er mit seinem Team die mächtige 6,3-Liter-V8-Maschine aus einem 600 Pullman in den Motor raum hämmert. Das muss man sich mal vorstellen: ein Aggregat, das bei 4000 Umdrehungen 250 PS pro du ziert und bei nur 2800 Umdrehungen ein gewaltiges Dreh moment von 495 Newtonmetern – in eine Leicht bau karosse hineingestopft? Unfassbar. Genau genommen aber genau das, was einen Hotrod aus macht: überproportionierter ...
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