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... Gaunern vermittelt er das denkbar schönste Fahrgefühl: modern und elegant. Okay, der doch etwas asthmatische Reihensechszylinder lieferte nicht ganz jene Performance, die man seiner muskulösen Verpackung zugetraut hätte: Die 2,8-Liter-Maschine erreicht gerade 120 PS, der große Bruder nur echte 200 – statt der offi ziell angegebenen 245 PS. Bis die Nadel des gra zilen XJ6 4.2 auf 100 rückt, vergehen neun Se kun den und als Automatic ist bei 193 km/h Sense. Das ist nicht Understatement, sondern eher Underperformance. Dann fällt in Coventry zwar kein Auto vom Band, aber bei irgendjemandem fällt der Groschen – oder ein Schilling. Was mit dem 300 SEL 6.3 geklappt hat, müsste sich doch auch bei Jaguar realisieren lassen – schließlich gibt es bei den Firmen gewisse Parallelen. Unter die Haube der Serien-Limo pflanzt man die jüngste Kreation von Walter Hassan und Harry Weslake: den 5,3-Liter-V12, der für die dritte E-Type-Serie entwickelt wurde. Der Motorblock wiegt nur 36 Kilo mehr als der olle Reihensechszylinder des XJ6 – und schon haben wir den XJ12. 1972 auf der Earls Court Motor Show präsentiert, staunten diesmal die Stuttgarter so richtig: Eine Superlimousine, die die 230-km/h-Marke knackt und in 7,4 Sekunden von null auf hundert schießt? Und das alles für ein knappes Drittel des Preises, der für einen Rolls-Royce Silver Shadow fällig ist? ...
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