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... stellen würde, gab es zu der Zeit nur eine Antwort: »Wir kämpfen ums Überleben. Wir haben keine Zeit, über solche Dinge nachzudenken ... « Ab Juli 1948 flossen 13 Milliarden Dollar aus dem Marshall- Plan in die westeuropäischen Länder. Deutschland erhielt ab 1949 Unterstützung. Die Automobilproduktion bei Mercedes-Benz gewann wieder an Fahrt und der Vorstand zog eine Beteiligung am Rennsport in Betracht, um der Marke Aufwind zu geben. Aber ein Ausflug mit Vorkriegs-Rennwagen (vom Typ W 154) in die argentinische Temporada-Serie im Februar 1951 enttäuschte. Im April jenes Jahres jedoch kam der neue Mercedes 300 auf den Markt. Dessen gusseiserner Sechszylindermotor wurde weiterentwickelt und in eine komplett neue Sportrennwagenkarosserie eingebaut. Die Rede ist vom mit Gitterrohrrahmen ausgestatteten 300 SL, intern W 194 genannt. Die attraktiven Autos bestachen 1952 durch eine außerordentliche Form: Zweiter und Vierter bei der Mille Miglia, Dreifachsieg in Bern, Doppelsieg in Le Mans, Vierfachsieg (in der Spyder-Variante) auf dem Nürburgring und ein weiterer Doppelsieg bei der Carrera Panamericana. Für Letzteres verschiffte Rennleiter Neubauer die beiden W 194, zwei Spyder, zwei 3,5-Tonner und vierzig Mann nach Mexiko. Seine Logistikpläne sind bis heute erhalten. Jede Grenze, jeder Grenzübergang, sogar die Namen der einzelnen Zöllner sind darin vermerkt, ...
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