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... den Weltrekord endete zunächst spektakulär. Keller: »Wir fuhren mit einem zu fetten Gemisch und das Gas fackelte außerhalb des Wagens ab. Als Gary den Bremsfallschim aktivierte, rissen die Leinen.« Blue Flame fuhr bei diesen Versuchen mit 13.000 bis 15.000 lbf Schub (bis 40.300 PS) und damit weit unter dem theoretischen Maximum von 58.000 PS, aber bereits im Bereich von 965 km/h. Dann der 23. Oktober. »Unser Budget war bis zum letzten Dollar aufgezehrt«, erinnert sich Keller. Doch Gabelich behielt die Nerven, kam im Schnitt aus beiden Richtungen auf 1001,667 km/h für die fliegende Meile. Als der Wagen ausrollte, begann es zu regnen, in der Nacht setzte Schneefall ein – das Team hatte eine letzte Chance genutzt. Gabelichs »grüner« Rekord überdauerte stolze 13 Jahre, ehe ihn Richard Noble im »Noble Thrust 2« mit 1019,47 km/h übertrumpfte. Und damit war der Temporausch noch nicht vorbei: Es war 1997, als der Brite Andy Green mit Thrust SSC in der Black Rock Wüste als erster Mensch zu Lande die Schallmauer durchbrach: 1227,99 km/h = Mach 1,016. Und was wurde aus Gary Gabelich? Drei Monate, nachdem ihm Noble den Rekord entrissen hatte, verunglückte der 43-Jährige tödlich. Auf seinem Motorrad war er »mit hohem Tempo«, so der Polizeibericht, in einen Laster gerast. Das Auto des »Rocket Man« ist heute in der Dauerausstellung des Autound Technikmuseums ...
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