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... Scuderia Ferrari, vor dem Krieg das Einsatzteam der Mailänder, der als Erster die Linie überquert. Ein drei Jahre altes Modell mit nur etwas über 300 PS aus 3,2 Litern Hubraum hatte einen 445 PS starken Vierliter- Mercedes neuester Bauart geschlagen. Was war nur auf den letzten 22,81 Kilometern passiert? Obwohl schon nach 18 Runden am linken Hinterreifen der weiße Warnstreifen begann durchzuschimmern, hatte der für seine Undiszipliniertheit und Hitzköpfigkeit berüchtigte Brauchitsch Vabanque gespielt. Schon vor dem Start hatte Continental-Reifenmann Carl Dietrich Mercedes dazu geraten, für Brauchitsch zwei Reifenwechsel einzuplanen. Zu stark würde bei deesen Fahrweise die brutale Kraft des Achtzylinder-Kompressors den bis auf 120 Grad aufgeheizten Gummi auffressen. Doch der Vorgewarnte schlägt alle Warnungen in den Wind, rauscht sogar nach 21 Runden an seiner verdutzten Boxencrew vorbei, die alles für einen Lastminute-Reifenwechsel vorbereitet hat. Und so kommt, was kommen musste: Am Adenauer Forst liegt der »Fliegende Mantuaner« nur noch 27 Sekunden hinter dem Mercedes, beim Karussel sind es 150 Meter. Und sieben Kilometer vor dem Ziel platzt Brauchitschs linker Hinterreifen. Auf der nackten Felge und dem nun auch nur noch in Fetzen hängenden rechten Hinterreifen rumpelt er durchs Ziel. Wird von Stuck, der erst unfassbar lange 1.38,6 ...
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