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... das Auspacken eines gro- ßen Geschenks. Der Reihenachtzylinder ist monumental, und voller Stolz prangt »Horch« in großen Lettern auf dem Zylinderkopf. Genau dieser Anblick erinnerte mich an das 2006 bei Delius Klasing erschienene und leider nur noch antiquarisch erhältliche Buch »Horch« von Peter Kirchberg und Jürgen Pönisch. Darin gibt es unter anderem ein Foto mit drei dieser Motoren auf Prüfständen, die von Mechanikern mit einer Art Hörgerät auf verdächtige Geräusche aus dem Motorinneren untersucht wurden. Der 855 Spezial-Roadster durfte den Ausstellungsraum von »Classic Cars For Sale« in Hilversum für eine Probefahrt verlassen, eine Gelegenheit, die wir gerne genutzt haben. Der Wagen ist in vielerlei Hinsicht beeindruckend. Er misst 5,23 Meter, was man für einen Zweisitzer getrost als üppig bezeichnen kann, wiegt 2500 Kilo, und laut Horch musste man damals mit einem Verbrauch von 22 Litern pro 100 Kilometer rechnen. Der Achtzylinder klingt eher industriell – Auspuffgeräusche wurden in den 1930er-Jahren nicht bewusst komponiert – und läuft schön leise. Die Aussicht nach vorn vom Fahrersitz ist majestätisch, großartig dieser Blick über die lange, tiefschwarze Motorhaube voller Kühlungsschlitze mit dem langen, verchromten Streifen darauf, der den Blick auf die Kühlerfigur – eine von dem Künstler Ernst Böhm entworfene geflügelte Weltkugel – lenkt. Die mit ...
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