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... überraschende Sieg auf der Avus macht den damals 26-jährigen begehrten Junggesellen mit Wohnsitz Berchtesgaden über Nacht bekannt und bringt ihm 1934 auch (neben Caracciola) einen Platz im neuen Grand Prix-Rennteam der Schwaben ein. Sein Sieg ist aber auch für den Motorsport ganz allgemein ein Meilenstein: Denn erstmals erleben ein großes Publikum und internationale Rennbeobachter, welche Vorteile ein aerodynamisch optimierter Rennwagen ins Feld führen kann. Im Vergleich zu einem regulä- ren SSKL legte der von den Berlinern als »Gurke« verspottete Wagen um 20 km/h auf eine Topspeed von 230 km/h zu. Hätte man diesen Leistungssprung ohne Stromlinien-Design erreichen wollen, man hätte irgendwo 80 Mehr-PS herbeizaubern müssen. So verbesserte sich der Cw-Wert gegenüber einem konventionellen Modell um geschätzt 25 Prozent, auch dank eines komplett verschalten Unterbodens. Mit einem Schnitt von 194,4 km/h erzielt von Brauchitsch quasi so nebenbei auch noch eine neue absolute Bestmarke über eine Strecke von 200 Kilometern. Auch wenn der SSKL – der letzte Buchstabe der Nomenklatur steht für »leicht«– nur die letzte Evolutionsstufe der 1927 eingeführten W 06-Baureihe aus S (»Sport«), SS (»Super-Sport«) und SSK (»Super-Sport-Kurz«) war, so gilt er doch als technologische Brücke zwischen den »Weißen Elefanten« und der 1934 beginnenden Ära der Grand ...
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