Wichtig: Der Text wurde automatisch aus dem PDF extrahiert, weshalb Schreibfehler durchaus vorkommen können.
... Dessen Stromlinien-Hülle in nur zwei Wochen nach einem Entwurf des Ingenieurs und Aerodynamikpioniers Reinhard von Koenig-Fachsenfeld (1899–1992) beim Karosseriebauer Vetter in Cannstatt zusammengebaut worden war. Erst fünf Tage vor dem ersten Training war das Auto fertig geworden, da blieb keine Zeit für eine Lackierung in der deutschen Rennfarbe Weiß – so glänzte der SSKL in der Farbe seiner Aluminiumhaut, Silber. Fast wäre der Start auf der Avus noch am Geld gescheitert – denn Pilot von Brauchitsch war trotz adeliger Herkunft notorisch knapp bei Kasse und setzte eine Kostenobergrenze von 1000 Reichsmark. Erst nachdem sich von Koenig-Fachsenfeld selbst an der Finanzierung beteiligt, nimmt Vetter die Arbeit auf. Und schießt aus Begeisterung für das Projekt dann selbst noch etwas zu. Am Ende muss aber Chefmechaniker Willy Zimmer noch 500 RM vorstrecken, um die fertige Karosserie bei Vetter auszulösen. Auf eigener Achse geht es dann – ohne Licht – gen Berlin. Es ist ein in mehrerer Hinsicht ungleiches Duell, das sich für die Zuschauer auf der Avus darbietet. Da sind zunächst Rennwagen, die unterschiedlicher sein könnten: Hier der zierliche Alfa Romeo »Monza« mit 2,3 Liter Achtzylinder-Kompressor-Motor, lackiert in Weiß. Am Steuer sitzt als Neuling im Alfa-Werksrennstall Rudolf Caracciola. Der Spross eines Hoteliers aus Remagen am Rhein ist zu jener Zeit ...
Kommentare