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... in England so erfolgreich, dass er sich das größte Haus in Dursley kaufen konnte und dort bald zur besseren Gesellschaft zählte. In den 1890er-Jahren setzte ein regelrechter Fahrrad-Hype in England und großen Teilen Europas ein. Auch Mikael Pedersen gehörte zu den Tausenden Männern und Frauen, die frischfröhlich in die Pedale traten. Nach eigenen Angaben »bis zu 8000 Kilometer pro Saison«. Doch die Kombination aus schlechten Straßen und einem harten Ledersattel setzte seinem Hinterteil so zu, dass ihm bald Ideen für eine komfortablere Sitzgelegenheit kamen. Seine Lösung war ein geflochtener Sattel, der wie eine Hängematte aufgehängt war. Kleine am Rahmen befestigte Federn bildeten die hintere Aufhängung, ein verstellbarer Lederriemen stellte die Verbindung zu einem Ankerpunkt am Lenker her. So weit, so gut, doch fehlte Pedersen noch der dazu passende Rahmen. Bei der Konstruktion desselben ließ er sich von dem aus Rohrdreiecken bestehenden Leichtbaugerüst für von Whipple und Murphy entwickelte Brü- cken inspirieren, unter anderem zu sehen an der Newark Dyke Bridge in Newarkon-Trent. Analog baute er auch um den seitlich schwingenden Sattel einen aus Dreiecken bestehenden Rahmen. So bot die »Hängematte« wie versprochen ein für die Weichteile stoßfreies Fahrerlebnis. 1894 wurde ein britisches Patent auf das Rad erteilt und zwei Jahre später ...
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