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... hat damals bei uns gearbeitet und freute sich sehr darüber. Das hat mich geadelt, weil endlich jemand erkannte, welche Exponate bedeutend sind.« Später konnte Kubisch nicht mehr ganz so frei operieren. »In einem Gremium, in dem jeder seine Kompetenz unter Beweis stellen möchte, wird vieles abgelehnt. Mangelnder Sachverstand von anderen, die auch historische Umstände oft ganz anders bewerteten, führten zu viel Frust und Kampf. Ich habe viele Niederlagen erlebt, bei einer davon ging es um einen Bücherbus, den ich eingeworben hatte, dessen Kauf abgelehnt wurde. Heute wird man so einen nicht mehr bekommen.« Mit solchem Ärger im Bauch zog sich Kubisch gern in die Monumentenhalle in Schöneberg zurück, in der heute noch Straßenbahnen, Busse und andere Fahrzeuge des Technik Museums untergebracht sind. »Unter diesem wunderschönen Dach konnte man gut nachdenken. Manchmal war auch Professor Gottmann da, der dort ebenfalls seine Ruhe suchte und fand.« Zum Schluss seines mehr als drei Jahrzehnte währenden Museumslebens fühlt sich Kubisch ein Stückchen weit allein. Immer weniger Personal und immer weniger Budget setzten seiner Arbeit Grenzen. Er setzt sich auf einen Bürostuhl, der verloren im Gang steht. Mehr forschen und recherchieren, restaurieren, Ersatzteile besorgen und sammeln, was man an für die Kulturgeschichte bedeutenden Objekten ...
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