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... der Luxuskarosse aus dem Ausstellungsbereich anzuordnen. Als man sich ihrer Weisung widersetzte, machten sie sich mit Schraubenziehern daran, sämtliche silbernen Paolo Gucci-Plaketten gewaltsam von dem Exponat abzumeißeln. Tusch, Vorhang, Klappe, großes Kino – wie so oft bei der Familie Gucci. Ihre Fehden würden wahrlich genug Stoff für eine ganze Netflix-Serie liefern. Man erzählt sich übrigens, dass, nachdem die Anwälte abgerauscht waren, ein farblich abgestimmter Koffer aus der Ausstellungsvitrine fehlte. Das Streitobjekt ist ein Eventer von Paolo Gucci, und wie auf den Bildern unschwer zu erkennen ist, überwältigend blau gehalten. Im Innenraum lodert es hier und da orange auf, vor einer diskret hellgrau gehaltenen Kulisse. Für dieses Modell musste übrigens keine Echse ihr Leben lassen; man entschied sich für Kalbsleder mit einer Prägung in Kroko-Optik. Während in der ersten Zeit »nach Genf« beim Gucci-Clan weiterhin ein Rechtsstreit den nächsten jagte, fristete der Lynx Eventer ein ruhiges Dasein in Berkshire. In der Garage. Als Paolo Guccis zweite Ehefrau die Affäre ihres Mannes mit einer Pferdepflegerin seiner Stutenzucht in Rusper, Sussex entdeckte und, wie in jedem guten Film, Rache und Rosenkrieg schwor, verkaufte Paolo den Wagen, um ihn – ob der zu erwartenden Scheidungsschlacht – außer Reichweite seiner künftigen Ex und eventueller ...
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