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... leicht wie beim Alfa, dafür aber präziser als beim Porsche. Und bei aller Widerborstigkeit ist der kurze Hebel sportlicher. Dabei dürfen wir nicht vergessen, dass damals in vielen Exportländern Einfuhrzölle und Steuern fällig waren – die Giulietta kostete in Großbritannien kaum weniger als ein Aston Martin, auch der Porsche war mit Schutzzöllen belegt. Der MG bot dagegen viel Auto fürs Geld, dennoch konnte die Muttergesellschaft BMC davon nicht profitieren. Denn der Twin-Cam erwarb sich schnell den Ruf, unerwartet in die Luft zu gehen. Zwischen 1958 und 1960 wurden nur ganze 2111 Stück hergestellt, davon 1801 Roadster. In Hinblick auf die Gesamtproduktion von rund 101.000 MGAs aller Modelle fällt das kaum ins Gewicht. Wer an alte Sportwagen denkt, verfällt leicht der Vision vom Rennfahrermythos und der Faszination auf Frauenherzen. Doch das gilt nicht immer. Das Image der Giulietta ist fest in den 50er- Jahren verwurzelt, in denen Fahrer mit weißen Fahrerhandschuhen ihre Autos vor grandiosen Hotels an der Amalfi-Küste abstellten. Der Porsche ist eine Mischung aus deutscher Vernunft und kalifornischem Charisma, und hat, so eigenartig es klingen mag, von allen am meisten Charakter. Deshalb gibt es von ihm – mal abgesehen von der AC Cobra – die meisten Repliken. Was den MG angeht, so ist er mehr als nur ein Kandidat für Schiebermütze und lauwarmes Bier. ...
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