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... AUFGESTELLT Nürburgring, 1000 Kilometer Rennen 1966, kein Grand Stand für VIPs, aber klasse Aussicht auf den Stehplätzen für die Mitarbeiter von Porsche System Engineering mit einem Strick befestigt. Diese ganze Unschuld und das erfrischende wie erschreckende Nichtprofessionelle eines Zeitvertreibs – nicht eines wie von der CIA abgeriegelten Exklusivclubs – ist es, was Betrachter ganz besonders in seinen Bann zieht. Sowohl auf den Bildern als auch dahinter, aufseiten der Fotografen. Die Aufnahmen sind nicht aus der Gründerzeit des Motorsports, sondern aus der Ära, als es ernst wurde. Als der Wettbewerb und die Technik auf einem Level angekommen waren, das einerseits noch Jahrzehnte von der heutigen Formel 1 entfernt, gleichzeitig aber durchaus damit vergleichbar ist; als vieles noch wie von einem anderen Planeten war – Tüftler und Mechaniker mit verschmierten Fingern, eilig veränderte Rennwagen (wie auf der vorigen Doppelseite der Brabham des Teams Frank Williams Racing Cars (!), 1969 pilotiert von Piers Courage), der unbehelmte Ferrari-Fahrer Ignazio Giunti beim Verlassen der Strecke in Spa-Francorchamps 1970 (auch vorige Doppelseite). Dieses teilweise haarsträubend Unschuldige hat etwas Entwaffnendes, eben eine Frische, die dem effizient inszenierten Rummel – mitsamt der von um die Welt jettenden embedded Fotografen heute vollkommen ...
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