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... der fünfziger Jahre bin ich regelmäßig mit einem Freund in dessen 1926er Bullrose Morris zu Autofriedhöfen im südlichen Londoner Umland gefahren. Besonders einen Schrottplatz habe ich nie vergessen: Hätte mein Taschengeld gereicht, dann hätte ich die Wahl gehabt zwischen gleich drei Bugattis. Sie waren für je 200 Pfund zu haben. Direkt daneben stand mit dem Armstrong Siddeley Special ein hübscher Sportwagen aus den mittleren Dreißigern mit einem Fünf-Liter-Flugzeugmotor, in dessen Konstruktion reichlich Hiduminium verbaut war – ein extrem hartes Hochtemperatur-Aluminium. Der Siddeley war deutlich seltener als ein Bugatti, kostete aber nur 90 Pfund. So war das immer schon mit Bugattis: Ihr Mythos hat den Preis zu allen Zeiten auf die Spitze getrieben. Dafür sorgten besessene Sammler wie die Gebrüder Schlumpf, die 1962 um die 100.000 Dollar für die Kollektion des Amerikaners John Shakespeare hinblätterten und für umgerechnet 62.000 Euro vierzehn Fahrzeuge aus dem Nachlass von Bugatti übernahmen. Selbst für das Wall Street Journal, normal nicht mit klassischen Automobilen konfrontiert, war es berichtenswert, als im Jahr 2010 ein einzelner Bugatti für mehr als dreißig Millionen Dollar verkauft worden war. Der Käufer blieb anonym, wobei spekuliert wurde, es könne sich um Peter Mullin handeln. Der hatte kurz zuvor ein Museum übernommen, das sich der Crème de la ...
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