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... liegt er mit solidem Abstand an der Spitze. Doch der Österreicher Jochen Rindt, der fast sein Sohn sein könnte, rückt durch Ausfall von Konkurrenten und geschicktes Überholen aus dem Mittelfeld nach vorn. Und dies obwohl er abweichend von seiner Grundhaltung (»Lieber mit Motorschaden aufgeben als Zweiter werden«) diesmal nach eigenen Worten fährt »wie ein Chauffeur«. Erst jetzt gibt er seinem Lotus die Sporen und hat gegen Ende den Altmeister in Sicht. Auf dem engen Stadtkurs, der nur an wenigen Stellen ein Überholen zulässt, sollte der erfahrene Kämpe – er hat schon 1959 hier gewonnen! – sich eigentlich nicht mehr überraschen lassen. Doch dann passiert es, in der letzten von zermürbenden achtzig Runden: Vor der allerletzten Kurve (‚Gasometer‘, heute stark ver- ändert ‚Rascasse‘) muss er ein Fahrzeug überrunden, verpasst den Bremspunkt, steigt hart aufs Pedal – und der Wagen schliddert in die Strohballen. Sein Verfolger zieht kühl innen vorbei und geht als Sieger durchs Ziel. Mit zerknitterter Schnauze folgt kurz danach ein zutiefst frustrierter Brabham ... Für den Österreicher ist das der Auftakt zu einer eindrucksvollen Siegesserie: Er erringt vier weitere Erfolge hintereinander: GP Niederlande, Frankreich, Großbritannien, Deutschland. In Brands Hatch gleicht der Zieleinlauf dem von Monaco – und wieder in der letzten Runde: Dem führenden Brabham ging ...
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