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... ist die Anpassungsfähigkeit unabhängig voneinander aufgehängter Räder mehr als vorteilhaft. Anerkennend, aber auch mit Skepsis kommentierte der Diplom-Ingenieur Josef Ganz das Prinzip in der ADAC Motorwelt 1930 so: »Der Tatra-Typ erfordert wenig Material, ist also leicht, dabei aber gleichzeitig ungemein biegungsund verdrehungssteif. Seine Nachteile sind: Das Fahrzeug muß ‚von Kopf bis zu Fuß‘ Sonderausführung sein, also weder die üblichen Motoren, noch Getriebe, Kardanwellen, Hinterachsantriebe oder Karossen sind irgendwie verwendbar. Das Motorund Getriebegehäuse muss tragen, daher zwei Funktionen gleichzeitig erfüllen, die schlecht miteinander in Einklang zu bringen sind.« Der Einwand ist plausibel, schließlich wurden für Rolls-Royce – noch Jahrzehnte später – dieselben Fahrgestelle mit variierenden Motorisierungen und Karosserien montiert. Die ADAC Motorwelt attestierte, die Firma sei auf dem richtigen Weg: »Zu den interessantesten europäischen Wagenkonstruktionen gehörte immer der von dem bekannten Konstrukteur Ledwinka geschaffene Tatra.« Bevor die Fabrik in Tschechien erneut von den Ereignissen ihrer Zeit überrannt wurde, baute man dort den T87; und man baute ihn auch noch lange später, in der ČSSR. In dem Science-Fiction-Film, dessen Zukunftsvision der T77 so ideal verkörperte, wird der Fortschritt überrollt. Doch den ...
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