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... und genießen konnten? Hatte Wakefield, dieser begnadete Hi-Tech Pionier, der den Siegeszug des Automobils viel früher antizipierte als andere Unternehmer, diese Klientel etwa als extrem wichtige oder einflussreiche Zielgruppe entdeckt? Waren das vielleicht die ersten olfaktorischen Leitfiguren der neuen Zeit? Nein, er hatte einfach nur die materialschonenden, verschleißmindernden Vorteile des Castor-Öls schätzen gelernt – und diese Essenz wird aus den Samen der Kastorpflanze extrahiert: Es ist Rizinus, das medizinisch auch als Abführmittel verwendet wird. Das hatte Wakefield dem Öl, das er ab 1909 als Castrol anbot, beigemischt. Weitere Vorteile des Rizinus-Öls waren eine bis Minus 32° Celsius reichende Fließfähigkeit und eine verbesserte Oxidationsstabilität bei hohen Temperaturen. Das weiterentwickelte Castrol R schätzte die britische Air Force, die es in fast allen Flugzeugen einsetzte. Wakefield hatte ein Faible für Rennen und Rekorde. Als Sponsor unterstützte er so berühmte Rekord-Freaks wie John Campbell, der mit seinem Bluebird IV schon 1935 auf den Bonneville Salt Flats den Weltrekord für Automobile auf 484,6 km/h hochschraubte und damit eine regelrechte Jagd auf neue Rekordmarken entfesselte: Ein Jahr später lieferten sich Rudolf Caracciola auf Mercedes- Benz und Bernd Rosemeyer (16-Zylinder-Auto-Union) auf der Autobahn ...
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