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... werden: Retro eben, irgendwo zwischen Glamour und Gag. Und traditionsreiche Hersteller, die alte Verkaufserfolge aus ihren Archiven holten, mussten erst einmal lernen, dass sich gutes Design nicht beliebig aufblasen lässt, sondern sorgfältig auf eine zeitgemäße Größe gebracht werden muss, wenn es seinen Charakter behalten soll. Natürlich: Ein gestalterischer Rückverweis liegt allzu nah bei einem Produkt, das im Kern nostalgisch ist. Als in den 80er-Jahren die preiswerte ostasiatische Quarzuhr die mechanischen Zeitmesser endgültig verdrängte (ganz ehrlich: überflüssig machte), wurden die ganz neu erfunden: als noble, weil mit Hingabe handgemachte Alternative zum billigen, industriellen Massenprodukt. Traditionell, meisterlich – und vormodern. Damit ging zumeist ein mehr oder minder konservatives Design einher. Zuvor allerdings hatte sich die Armbanduhr in der Auseinandersetzung mit Konkurrenzprodukten gerade durch neue Gestaltungsideen profiliert: Um sie von der Taschenuhr zu unterscheiden, experimentierten Hersteller in den 20ern mit rechteckigen, kissenförmigen oder gar ovalen Gehäuseformen. Als dann die ersten, noch teuren und großen Quarzuhren auftauchten, wetteiferten viele mechanische Konkurrenten erfolgreich nicht nur um das elegantere, sondern auch modernere Design. Lange spiegelte die Gestaltung der Uhren die Zeit, in der sie ...
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