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... SL zu gestalten. Inzwischen zum Leiter der Design-Vorentwicklung avanciert, schuf Bracq also ein elegantes Hardtop, welches das im Herbst 1959 altbacken wirkende frühere Dach ablöste. Als Bracq noch im selben Jahr den für 1963 geplanten Nachfolger des 190 SL skiz zier te, verwendete er zunächst diesen Coupé-Gedanken weiter. Bracq hatte einen Meilenstein geschaffen, einen Obelisk des Karosseriedesigns Der junge französische Designer war in seinem Element, er glättete die Flanken des Sportwagens, modulierte die Heckpartie sehr flächig. Ließ sich bewusst nicht von den in Mode geratenen Heckflossen-Limousinen amerikanischer Prägung beeinflussen. Das war nicht sein Stil. Und sein Glück. Denn dass man später einmal ebenso deutlich wie bewundernd sagen würde, ein Franzose habe die formschönsten deutschen Automobile entworfen, hätte er sicher nicht geglaubt. Das konkave Dach, es ließ Bracq ebenso wie Barényi und Wilfert nicht mehr los. 1960 begann das Trio das Pagodendach beim 230 SL in die Realität umzusetzen. Schließlich war Paul Bracq derjenige, der die von Béla Barényi im Grundsatz erdachte Dachform zeichnerisch ebenso elegant wie harmonisch und stilsicher in Form goss. Aus damaliger Sicht bot das konkave Dach nicht nur stilistische, sondern vor allem konstruktiv überragende Vor teile: höherer Einstieg, größere Glasflächen und dadurch bessere ...
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