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... zu treffen. Nach einem Stopp des Konvois beim Rathaus – Begrüßung durch Bürgermeister Fehim Čurčić – entschied man, den beim Bombenattentat Schwerverletzten im Spital zu besuchen. Die Route – aus Sicherheitsgründen nicht durch das Stadtinnere – wurde dem Fahrer des ersten Wagens mangelhaft oder gar nicht mitgeteilt, weshalb er auf Höhe der Lateinerbrücke in die Franz-Joseph- Gasse abbog – gefolgt von den zwei anderen Fahrzeugen. Ein Fehler. Die motorisierte Parade hielt an, um zu wenden. Für den Attentäter ideal. Er musste nun nicht auf ein mehrere Meter entfernt fahrendes Fahrzeug schießen. Das Ziel stand für zwei bis drei Sekunden, keine drei Meter entfernt: still. Seit jenem Tag ist der Gräf & Stift von Graf Harrach vor allem als »Sarajevo-Auto« bekannt. Wie in Österreich bis 1938 vorgeschrieben, saß der Fahrer in dem Auto rechts. Zu seinem Sitzplatz kam er jedoch nur über die Tür auf der linken Seite; außerhalb der durchgehenden Wand rechts von ihm ist die Hand-/Feststellbremse installiert sowie der in einer Schaltkulisse geführte Schalthebel. Auch interessant, wenn man sich das Wendemanöver an der Lateinerbrücke ausmalt: Zum Einlegen des Rückwärtsgangs muss das Fahrzeug vollkommen zum Stillstand kommen, dann wird die Motordrehzahl über den Hebel am Lenkrad reduziert und die Sperrklinke entriegelt. Aufs Notwendigste beschränkt ...
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