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... Karosserie-Ecken. Er sollte dazu stehen, dass zerschlissene Ledersitze sowie funktionslose Instrumente stolze Zeugen intensiven Gebrauchs sind und den Wert eines Autos nicht etwa mindern, sondern steigern. Ihm muss klar sein, dass feuchtfröhliche Abende wichtiger sind als Schlaf. Kurz: Snobs sind hier falsch. Und all das passiert im Geiste von Club-Namensgeber Dr. Dudley Benjafield. Der Bakteriologe und Le-Mans-Gewinner von 1927 gilt beim BRC als echter Gentleman, perfekter Teamplayer und Gründer der Tradition des Winter-Dinierens in kleinem Abendanzug. Er gehörte zu den ursprünglichen »Bentley Boys« – sie waren in den 1920er-Jahren legendär. Mit nichts als einem Haufen Geld, extremem Mut und viel Talent rasten Woolf Barnato, Tim Birkin, Sammy Davis, Bernard Rubin, Glen Kidston, Frank Clement und Benjafield unter anderem in Le Mans 24 Stunden lang. Sie siegten erstmals 1924 – fünf Jahre nach dem ersten Bentley. 1926 kaufte der Diamantenminenerbe Barnato die Firma, 1928 bis 1930 gewann er in Le Mans, 1927 hieß der Sieger Benjafield. Der gründete ein Jahr später den British Racing Drivers’ Club – bis heute die Dachorganisation aller britischen Rennfahrer. Die modernen Bentley Boys hoben den Benjafield’s Racing Club in einem dunklen Wintermonat 1990 aus der Taufe. Kein Wunder, dass die meisten von ihnen schon damals einen oder mehrere sogenannter ...
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