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... wie viele Genies war er gleichzeitig bewundernsund verachtenswert. Er war Faschist und Humanist, egoistisch und sensibel, manipulativ, aber auch manipuliert. Er hatte großen Einfluss auf die Techniker seiner Generation, war eine Autorität im Bereich Hochleistungsmotoren und ein Experte für den Diesel- Kreisprozess. Schon das erste von ihm entworfene Auto – der 1,6-Liter Ricart & Pérez im Jahr 1922 – hat einzigartige Merkmale: 16-Ventil-Zylinderkopf mit hemisphärischen – halbkugelförmigen – Brennräumen, zwei obenliegende Nockenwellen, Doppelzündung. Außerdem entwickelte der leidenscha!liche Rennfahrer den Ricart 226 DOHC-V6 und daraus den Rennwagen Ricart 266 supercharged. Er machte sich einen Namen als Hersteller vor allem von Motoren, weniger von Autos. Später wirkte er bei CETA (zur Normierung von Fahrzeugdesign und -herstellung in Spanien). In den 1930er-Jahren war Wifredo Ricart zu Alfa Romeo gegangen, wo er deren damaligen Rennleiter Enzo Ferrari kennenlernte – von dem verabscheut wurde – und mit Ugo Gobbato Flugmotoren konstruierte, außerdem Lastwagen und drei Grand-Prix-Monoposti (Tipo 162, 163 und 512). Der Tipo 512, konzipiert für die 1,5-Liter-Formel von 1940, war der erste Mittelmotor- Alfa (V12 mit 180°-Winkel), zwei Kompressoren erzeugten eine Leistung von 338 PS. Nach der Rückkehr in die Heimat 1946 entwickelte er für ...
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