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... er erst den 365 GT4 BB (»Wer hatte bloß diesen cleveren Einfall, das Getriebe unter dem Motor zu verlegen?«) und lobt dann ausgerechnet den polarisierenden F40 über den grünen Klee (»Man muss nur das Gaspedal bis zum Anschlag durchtreten, schon merkt man, wie sich die Pferdchen aufbäumen!«). Während er sich als Raconteur übt und sich dabei sichtlich gefällt, sitzt er entspannt am Pool seines Anwesens in Florida und amüsiert sich über die beiden käsigen Pressefuzzis, denen es in der bratenden Sonne ein ums andere Mal die Sprache verschlägt. Sein Leben, gibt er zu, war auf eine gewisse Weise vorherbestimmt. Als Sprössling von Luigi Chinetti senior, dem dreifachen Le-Mans-Gewinner und Ferrari-Vertriebsmann für die Vereinigten Staaten wurde er praktisch direkt nach der Schule von der Familie aufgenommen. »‚Reingedrängelt‘ passt sicher besser«, stellt er fest. »Das war Anfang der Sechziger. Ich habe den Hof gefegt, Ventile geschliffen und durfte ab und an als Testfahrer ans Steuer. Denn die Amis haben immer nur auf das Kupplungspedal ganz links gestarrt – und gestaunt: ‚Wofür soll das gut sein?‘ Das war damals nicht anders als heute. Also musste ich den Kunden zeigen, wie man einen Schaltwagen fährt. Darunter waren ganz wundervolle Zeitgenossen. Miles Davis hat gleich eine ganze Reihe von Wagen bei uns gekauft, und der Maler Franz Kline erstand ein ...
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