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... war Fahrgästen genauso sicher wie dem Zug die fast übertriebene Ehrerbietung des Personals, das den Zügen bei der Einfahrt in die Bahnhöfe salutierte. Lange bevor normale Pkw an ähnliche Topspeeds herankamen, wurde ihnen auf langen Strecken von diesem Zug der Garaus gemacht – besonders angesichts der auf japanischen Autobahnen geltenden Geschwindigkeitsbegrenzung von 100 km/h. Das Verhältnis der Japaner zur Geschwindigkeit könnte man als einzigartig bezeichnen. Sie haben zwar ihren Grand Prix und vielspurige Autobahnen, trotzdem haben sie nie die Kultur der Roadmovies erfahren oder gar den archetypischen, coolen Le-Mans-Helden kennengelernt. Aus kultureller Sicht – beispielsweise mit Kunst, Handwerk, Lifestyle oder Filmen – wirkt das Land mit seiner starken Verhaftung in Traditionen mitunter starr und abgeschottet gegenüber Einflüssen von außen. Wirtschaftlich gesehen war die Gesellschaft damals jedoch rasend schnell unterwegs. Neue Technologien wurden rasch umgesetzt und die Geschwindigkeit des Marktes vorangetrieben, statt dass man sich ihr nur anpasste. Es schien, als erwarte man von Geschäftsleuten in Japan, dass sie sich als Gruppe schnell fortbewegen – an Bord des Shinkansen –, während der einzelne Sararman in seinem Bluebird oder Corona gezwungen war, sich auf langsame und sichere Weise nach Hause zu bewegen. Und die ...
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