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... oder PS – als vielmehr Studien und Premieren, Supersportwagen und Exoten. Branchenkenner und Dauergäste wollte das Verrückte und Neue diesmal nicht so recht aus der Reserve locken: Bertone hatte keinen Stand, Pininfarina einen kleinen, Touring zeigten den schon letztes Jahr wunderschönen Disco Volante ... und mit nur hundert Weltund Europa- Premieren seien es dreißig weniger als letztes Jahr. Noch weniger waren es übrigens vor fünfzig Jahren, und das soll ja die aufregende Zeit gewesen sein. Dabei resümierte die Schweizer Automobil-Revue 1964: »Man muss sich damit abfinden, dass die Überraschung die Welt des Auto mobils verlassen hat.« Vor fünfzig Jahren gab es nicht genügend Premieren, die Presse quengelte, der Mercedes 600 Pullman koste so viel wie acht Peugeot 404, der von Porsche gezeigte 904 GTS sei nicht alltagstauglich ... Angesichts eines von einem Traktorhersteller vorge stellten Sportwagens (genau: Lamborghini 350GT) befand man, der Hersteller habe sich noch nicht gefunden. Wer will, kann immer ein langes Gesicht ziehen, auch in Genf. Für Auto-Enthusiasten ist der Salon eine Offenbarung, weil er keine reine Industriemesse für Geschäftemacher ist, sondern eine Feier der Spinner und Visionäre, des Fortschritts und der Utopien. Jetzt also rein in die Hallen, irgendwo wird schon etwas sein, wovon dann in ein paar Jahren alle so ...
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