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... was sich Ferruccio Lamborghini, oder möglicherweise Nuccio Bertone, bloß gedacht haben. Beispielsweise die Wimpern der Frontscheinwerfer: jede ist separat aus Stahl-Stü- cken geschnitten und wurde anschließend auf darunterliegende L-förmige Träger punktgeschweißt. Oder die Hauben-Einlässe: ebenso separate Stahl-Komponenten, die aber in diesem Fall durch eine lange Gewindestange miteinander verschraubt sind. Wobei der Abstand zwischen den einzelnen Streifen durch kurze Rohrstücke gewährleistet wird. Nicht unbedingt eine Konstruktion, die sich leicht zusammensetzt – auch nicht im Vergleich zur Herstellung anderer Supersportwagen. Das alles ist jedoch nichts gegen die Miura-Markenzeichen: die Lamellen über dem Motor, von denen jede einzelne aus drei Metallblechen besteht, oder – noch auffälliger – diese schon auf den Türen beginnenden Lufteinlässe. Echte Kunstwerke, jede einzelne Finne ein separates, graziles und speziell angefertigtes Stück Metallblech, das am unteren Ende mit den anderen verlötet wurde, um so eine Form zu schaffen, die sich exakt der Kurve der Tür anpasst. So viel Liebe zum Detail, so grandiose Finessen – allerdings nur, so lange man den Blick über das Kleid schweifen lässt. Unter diesem detailverliebten, ja, geradezu in sich selbst vernarrten Look, unter dem Kleid ist der Miura keineswegs überall makellos. Wie Iain Tyrrell ...
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