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... man vielleicht erst spät auf, aber dann — sicher. — Nein, die beiden deutschen Millionenstädte, Hamburg und Berlin — das sage ich als wasch echter Berliner — machen im Motorsport viel lieber in Sensation als in echtem Sport. Der „Hamburger Heuboden“ (ä la Sechstagerennen) einschließlich Berlin (in der „Insel“ vertreten) zeigte bedeutendes Interesse für die weißen Ge neralsaufschläge einer Zarah Leander, durchaus weniger für den lebensgefährlichen Sturz des Beiwagenfahrers Ruppert, der weiß Gott mehr riskiert als Frau Zarah! Aber so ist die Welt. — Und der HMC riskierte Kopf und Kragen bei diesem Rennen, aus reinem Idealismus riskierte er es, auch jetzt, da Curt Wedekind, den der Berichterstatter durchaus schätzt, unbeteiligtes Club-Mitglied aber in seiner Kritik sehr zu rückhaltendes OMK-Mitglied war. Den HMCern ein Lob in ihrem Idealismus, ein Raunen indes ob ihrer Weichheit und ein wei teres Lob ob ihrer Einsicht. Vom Idealismus braucht man nicht zu sprechen, der ist einfach da. Von der Weichheit werden wir gleich noch sprechen, von der Einsicht sei gesagt, daß es gut war, die Halbliter-Maschinen Knall auf Fall in eine frühere Startzeit zu verlegen und somit zu vermeiden, daß man an die Rennmaschinen noch Scheinwerfer anmontieren mußte. Die — schon erwähnte — Weichheit aber ist ein Kapitel für sich, das man wiederum auch verstehen muß. ...
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