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... winkt und stampft vielleicht, je nach Temperament, mit dem Fuß: „Fahren Sie weiter!“ Fußgänger, Radfahrer und leider auch Kraftfahrer murren, wedeln mit den Händen und bringen dem „Langwei ler“ zum Ausdrude, daß er „stört“. Und wa rum? Weil er sich bemühte, rücksichtsvoll zu sein. Höflichkeit ist bei uns heute — kauf männisch gesehen — offensiditlich auf null Mark abgeschrieben. Und gerade die Höflich keit ist im Grunde genommen die Mutter der Verkehrssicherheit. Ein großer Teil der alten Fahrer hat sich offensichtlidi während der Fahrpraxis im Kriege diese Höflichkeit und Rücksichtnahihe abgewöhnt. Sie haben noch nicht wieder zurückgefunden. Und die jungen Fahrer, die erst jetjt den Lenker in die Hand bekommen, sehen viele sdilechte Vorbilder alter Fahrer auf die- ; Sem Gebiet. Es fehlt ihnen vollkommen das l erzieherische Moment des guten Beispiels. Zu gegeben, daß Charakter dazu gehört, rück sichtsvoll zu fahren, sich seine Fahrweise so zurechtzulegen, wie sie einem am sichersten crsdieint. Denn es ist nicht schön, bei solchen Gelegenheiten immer wieder den „blutigen Anfänger“ attestiert zu bekommen. Der alte Hase trägt es mit Gelassenheit, aber der junge Kamerad am Steuer wird in seinem Bemühen, anständig und rücksichtsvoll zu fahren, nicht sehr ermutigt. Anfänger will keiner sein und scheinen. Also läßt sich mancher zum Drauf ...
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