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... die Fabriksvorschriften buch stäblich mit Füssen treten Hes sen. Die Autos durften ohne weiteres über längere Zeit mit Höchstgeschwindigkeit gefah ren werden, ohne dass der Motor Schaden nahm. Das Ge rücht, dass bei forschem Ge brauch der Kompressor die Ventile durch den Auspuff bla sen würde, war eine glatte Lüge. Der S wurde erstmals 1927 auf dem Nürburgring von Caracciola und Rosenberger gefah ren. Im selben Wettkampf fuhr auch ein Mercedes-Grand-Prix mit, an dessen Steuer Werner sass. Der S blieb im Vergleich zum Grand-Prix Sieger. Er war viel schneller. Die Serie S, SS, SSK und SSKL gewann in den kommenden Jahren so unge fähr alle Sportwagenrennen. Aufsehenerregend war die Überlegenheit der SS 1928 auf dem Nürburgring. Die Wagen fuhren als Erster, Zweiter und Dritter durchs Ziel, vor einem langen Feld von Bugattis. Im Jahr darauf rächten sich diese aber in Monte Carlo. Caracciola dachte, mit seinen Autos würde ihm so ungefähr alles gelingen und meldete sich, mit einem dafür wirklich ungeeig neten Wagen, dem SSK, für das Rennen durch die kurvi gen Strassen von Monte Carlo. Alles ging erstaunlich gut, bis er wegen seiner hitzigen Fahr weise die Reifen wechseln musste. Damit war für die Bu gattis die Gelegenheit gekom men, um an die Spitze zu fahren. ZweiJahre später lieferte derselbe Caracciola - in Deutschland Caratsch genannt - mit einem SSKL ei nen gewaltigen Kampf. ...
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